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Erneutes Podium - Platz 2 beim Sprint in Griesheim.

Am vergangenen Sonntag bin ich zusammen mit meinem Trainer Harald Zemke beim 9. Short -Track -Triathlon in Griesheim gestartet.
Erneutes Podium - Platz 2 beim Sprint in Griesheim.

Sieg! zum dritten Mal in Folge ☺

Beim Rheinhessen-Zeitfahren in Wörrstadt gelang es mir nach 2014 und 2015 erneut aufs Podium zu klettern.
Sieg! zum dritten Mal in Folge ☺

Man soll aufhören, wenn´s am Schönsten ist…

So oder so ähnlich könnte ich meinen „Zustand“ nach dem unglaublichen Jahr 2014 beschreiben.
Man soll aufhören, wenn´s am Schönsten ist…

Wörrstadt Triathlon

"Gestern" noch am Rad geschraubt, "heute" schon auf dem Podium. So kann es weiter gehen :). Am vergangenen Sonntag konnte ich beim 11.... weiterlesen
Wörrstadt Triathlon

Bronzemedaille in der TW 30 bei den Durathlon - Europameisterschaften ☺

Lang, war meine Pause nach der letzten Saison, und lange habe ich gezögert mal wieder einen...
Bronzemedaille in der TW 30 bei den Durathlon - Europameisterschaften ☺
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Malterdingen: Eine Langdistanzlerin übt sich im Sprint ☺

So oder so ähnlich könnte ich meinen „Zustand“ nach dem unglaublichen Jahr 2014 beschreiben. „Jetzt hab ich es geschafft, jetzt kann ich endlich aufhören“ waren meine Gedanken als ich in Kona über die Ziellinie lief. Klagenfurt, Kalmar, Kona: was für ein Traum-Triathlon-Jahr. „Bröllop i sverige“: der Traum von einer kleinen Hochzeit in Schweden. All das durfte ich 2014 erleben, was soll da noch kommen? Und dennoch war die Anmeldung für den Ironman in Frankfurt schon lange vor dem Ticket für Kona gebucht. Lange war klar, dass Christoph nach seiner „off-Saison 2014“ 2015 nochmal angreifen wollte und ich mein letztes Langstreckenrennen in Frankfurt machen würde. Dennoch lief alles nicht so wie gewohnt, darum berichte ich heute der Reihe nach was eigentlich 2015 mit mir los war.


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Bronzemedaille in der TW 30 bei den Durathlon – Europameisterschaften :-)

Lang, war meine Pause nach der letzten Saison, und lange habe ich gezögert mal wieder einen Wettkampf zu machen. So langsam wird es aber mal wieder Zeit, also habe ich mich entschieden, am vergangenen Sonntag bei den Duathlon-Europameisterschaften in Horst aan de Maas in Holland zu starten. Die Distanzen betrugen 10 Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und nochmals 10 Kilometer Laufen. Morgens war es noch echt frisch, wir mussten die Scheiben am Auto freikratzen, als wir zum Check in gefahren sind. Im Laufe des Tages setzte sich aber dann die Sonne durch und der Wettkampf wurde bei hervorragenden äußeren Bedingungen ausgetragen. Da ich kurz zuvor erst aus dem Trainingslager zurückgekommen bin, wusste ich nicht genau, ob ich schon erholt genug für so ein hartes Rennen bin. Beim Duathlon geht’s meistens richtig ab und ich habe mir keine großen Chancen auf eine gute Platzierung ausgemalt. Auf den ersten zehn Kilometern lief es dann aber erstaunlich gut (neue persönliche Bestzeit) und ich konnte mich damit gleich in der Spitzengruppe festsetzen. Auf dem Rad verlor ich dann einen Platz, ich bekam einfach keinen Druck auf die Pedale und habe das Trainingslager auf Mallorca noch ganz deutlich in den Beinen gespürt. Dazu war es echt kalt und meine Beine waren "wie taub". Als Dritte wechselte ich erneut auf die Laufstrecke und konnte diesen Platz erfreulicher Weise bis ins Ziel verteidigten. Nach 3:15:35 Stunden erreichte ich das Ziel und freue mich über die Bronzemedaille in der Altersklasse TW 30. Das war der erste Wettkampf nach meinem Start beim Ironman auf Hawaii und ich bin überglücklich dass es gleich so gut lief.


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Aloha & Welcome to Paradies 2014

Geschrieben von Karin am 
28.10.2014
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Es ist kaum zu glauben, ich habe das Paradies sehen dürfen – und das zu Lebzeiten :-). Hawaii, Big Island und Kona sind ein TRAUM. Überall duftet es nach frischen Blumen (Orchideen), frischem Kaffee oder einer sanften salzigen Meeresbriese. Im kristallklaren Wasser tummeln sich Schildkröten und tausende bunte Fische. 21 Klimazonen auf einer Insel lassen einen glauben, man würde verschiedene Länder bereisen und noch dazu ist Hawaii die sauberste Insel die ich je gesehen habe. Nirgends liegt auch nur ein Fizzelchen Müll rum. Die Naturverbundenheit der Hawaiianer hat mich am meisten in den Bann gezogen. Für alles gibt es eine mystische Erklärung und nichts davon wirkt unglaubwürdig oder kitschig. Das i Tüpfelchen sind die Menschen selbst: unglaublich freundlich, herzlich lachend, glücklich, zufrieden, hilfsbereit, gastfreundlich, entspannt, unaufdringlich und gesegnet mit einem tief verankerten und überzeugten hang Loose. Es ist genau so, wie ich mir das Paradies immer vorgestellt habe.


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Es lebe das K :-)

Geschrieben von Karin am 
30.09.2014
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Über Klagenfurt und Kalmar fliegt Karin Kerschensteiner nach Kona :-) - noch nie hat mir der Buchstabe K so gut gefallen wie in diesem Zusammenhang :-)

 

Inzwischen liegt der Ironman in Kalmar schon vier Wochen zurück und endlich scheine ich zu begreifen, dass ich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Hawaii wirklich geschafft habe. Warum sonst sollte ich Reiseunterlagen von Hannes Hawaii Tours zugeschickt bekommen :-) ? Das begehrteste Rennen im Triathlon Zirkus wirft seinen Schatten also langsam voraus.


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Ironman Klagenfurt 2014

Geschrieben von Karin am 
04.07.2014
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Ironman Klagenfurt 2014

Zugegeben, von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen in Klagenfurt zu starten. Aber als wir 2012 in Kalmar Stefan Petschnig kennen gelernt haben, habe ich ihm versprochen, dass ich „eines Tages“ auch in seinem Rennen starte. Gesagt – getan. 2014 hat es hervorragend gepasst, da ich kurz vor dem Ironman ohnehin nach München musste um die Abschlussprüfung in Sportpsychologie abzulegen. Wenn ich dann schon „im Süden“ bin – kann ich ja auch gleich weiter nach Klagenfurt düsen.

 

Das Rennen ist wirklich hochkarätig besetzt, vom Leistungsniveau der Profis als auch der Age-grouper. Ich glaube das ist der Grund, warum alle sagen Klagenfurt sei ein „schnelles“ Rennen. Am Streckenprofil kann es jedenfalls nicht liegen.


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Malterdingen: Eine Langdistanzlerin übt sich im Sprint ☺

So oder so ähnlich könnte ich meinen „Zustand“ nach dem unglaublichen Jahr 2014 beschreiben. „Jetzt hab ich es geschafft, jetzt kann ich endlich aufhören“ waren meine Gedanken als ich in Kona über die Ziellinie lief. Klagenfurt, Kalmar, Kona: was für ein Traum-Triathlon-Jahr. „Bröllop i sverige“: der Traum von einer kleinen Hochzeit in Schweden. All das durfte ich 2014 erleben, was soll da noch kommen? Und dennoch war die Anmeldung für den Ironman in Frankfurt schon lange vor dem Ticket für Kona gebucht. Lange war klar, dass Christoph nach seiner „off-Saison 2014“ 2015 nochmal angreifen wollte und ich mein letztes Langstreckenrennen in Frankfurt machen würde. Dennoch lief alles nicht so wie gewohnt, darum berichte ich heute der Reihe nach was eigentlich 2015 mit mir los war.

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Nach Hawaii 2014 musste ich erst mal meinen Arm erneut operieren lassen um das restliche Metall zu entfernen. Alles lief gut und nach mehr als 12 Monaten war ich endlich wieder schmerzfrei. Eine wohl verdiente Winterpause wollte ich nach 3 Ironman-Rennen in nur 3.5 Monaten auch machen. Alles schien perfekt, wäre da nicht der Konflikt zwischen „ich bin in Frankfurt gemeldet“ und „ich habe immer gesagt, nach Hawaii ist Schluss mit Langstrecke – 11 Ironman sind genug“. Die Entscheidung quälte mich mal mehr mal weniger. Christoph eifrig am trainieren, ich eher schleppend voran kommend. Das Trainingslager in Mallorca hat den nötigen Spaß zurück gebracht, allerdings auch die ersten Magen Beschwerden. Im „Hintergrund“ standen einige berufliche Veränderungen an und statt Arbeitswegen per Laufschuh oder Rennrad, stand ich jetzt oft stundenlang im Stau. Dennoch das Training für Frankfurt unter zu bekommen war gar nicht so einfach für mich. Oft habe ich überlegt, mich doch noch abzumelden und nicht zu starten, Ruhe einkehren zu lassen, doch überwinden konnte ich mich nicht. Dann kamen auch schon die Duathlon Europameisterschaften in Horst an de Maas, bei denen es mir gelang die Trainingsreize aus dem Trainingslager umzusetzen, persönlich Bestzeit zu laufen und mir insgesamt einen 3ten Platz in der AK 30 bescherten. Das gute Gefühl auf dem Treppchen zu stehen beflügelte mich zumindest kurzzeitig wieder weiter zu machen. Dennoch „mit meinem Magen stimmt was nicht“ dachte ich den ganzen Wettkampf über. Im weiteren Training lief es schwankend, mal konnte ich sehr gut trainieren, mal musste ich abbrechen, weil ich selbst Wasser nicht trinken konnte. Der Mainz Marathon endete mit mehrmaligen Übergeben und indiskutabler Laufzeit. Die Aeroposition auf meinem Triathlon Rad wurde von Thomas Stehle (Fitexpert) optimiert, dennoch konnte ich kaum in dieser Position fahren ohne Übelkeit zu verspüren. „Zu viel Stress durch die beruflichen Veränderung“ war die wahrscheinlichste Ursache. Zwar konnte ich dann das Zeitfahren in Wörrstadt erneut gewinnen, doch nur, weil ich die 44km ohne Essen und Trinken „durchgedrückt“ habe. Auch im Alltag bereiteten die Nahrungsaufnahme immer mehr Schwierigkeiten und mein Versuch auf Kaffee verzichten sowie auf basische Ernährung umstellen brachte etwas Besserung. „Nicht mehr lange, dann ist der Ironman geschafft und ich kann runter fahren“, dachte ich mir.

Malterdingen: Internes Duell mit Christoph☺, diesmal ging der Eisbecher so knapp wie nie an Ihn ☹.

Als letzten Formtest hatte ich mir die Mitteldistanz in Ingolstadt vorgenommen. Diesmal war mein Trainer Harald Zemke mit von der Partie, da in Ingolstadt ebenfalls die Deutschen Meisterschaften im Sprinttriathlon ausgetragen wurden, bei denen er an den Start ging. Es war eines der ersten heißen Wochenenden und ich freute mich unglaublich auf das Rennen in Ingolstadt. Doch es verlief von Anfang an anders als geplant. Beim Schwimmen gelang es mir nicht meine Schwimmzeit vom Vorjahr zu unterbieten, obwohl ich ohne Metall im Arm deutlich besser trainieren konnte. Die ersten 40km auf dem Rad konnte ich die Lücke nach vorne nicht zufahren und ab dann begann die Qual. Ich konnte erneut nicht trinken, die Gels musste ich sofort wieder „auskotzen“ und bei der Hitze half mir nur noch den Kopf mit Wasser zu kühlen. „Nur nicht aufgeben, beim Laufen wird’s besser, wenn ich den Magen nicht so quetsche“ und andere Gedanken halfen mir dennoch in einer akzeptablen Zeit vom Bike zu kommen, allerdings vollkommen durstig und „leer“. 21km können sehr lange sein, der Split war von Anfang an „jenseits von gut und Böse“ und ich stolperte km für km runter. „Cola – das ist die Rettung“ dachte ich bei der ersten Versorgungsstation, aber mein Energiedefizit war offensichtlich schon zu groß. Da es eh nicht lief, beschloss ich in Ruhe 4 Becher auf einmal zu trinken um wenigstens noch ins Ziel zu kommen. Und tatsächlich konnte ich dann 4km ganz gut laufen. Dann kam was kommen musste – dem Veranstalter ging das Cola aus. „Naja – das war´s dann wohl“. Knapp unter 2h lief ich dann irgendwann doch noch ins Ziel und konnte dort meine Tränen kaum noch zurückhalten. „Wie soll ich so einen Ironman machen, wenn ich unter Belastung nichts essen kann?“. In den darauf folgenden Tagen zweifelte ich sehr an dem Unternehmen Ironman. Ich entschied mich mit Säureblockern die letzten Wochen zu überstehen und dann 2 Gänge runter zu schalten. Mein Physiotherapeut jedoch lehrte mich eines Besseren. Bei einer „Hüftbeuger Behandlung“ war er über meinen verspannten Bauch irritiert und begann die Rippenbögen abzutasten. Fast wäre ich von der Liege gesprungen. „hast du was am Magen?“ fragte er mich völlig entsetzt. Er wusste von allem nichts und ich meinte nur, „ja ist gerade nicht so gut“. Wie lange schon, fragte er, woraufhin ich gestehen musste 8-12 Wochen. „Bist du völlig verrückt geworden, geh sofort zum Arzt“. Ab dann war klar, die Lage ist nicht mehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Da ich genetisch vorbelastet bin, entschied der Gastroenterologe sofort eine Biopsie zu nehmen. Da waren es noch 4 Tage bis zum Ironman. Die Ergebnisse sollte ich erst danach bekommen, also war klar „NICHT STARTEN“. Final hatte ich eine Magenschleimhautentzündung, die Schilddrüsenwerte waren nicht gut eingestellt und Vitamin D war auch im Keller. Alles nichts Schlimmes, aber zu viel um der Belastung in einem Ironman stand zu halten. Daher entschied ich mich 3 Tage vor dem Rennen endgültig nicht an den Start zu gehen. Jetzt ist erst mal Pause. 2014 dacht ich in Hawaii schon „das war mein letztes Rennen – nie wieder“ und es sollte sich bewahrheiten. Ich habe in den letzten 8 Jahren 11 Langdistanzen gemacht sowie 1 DNF (Regensburg2012) und 1 DNS (Regensburg2013). Hawaii war sofern ich bei einem Ironman antrat das Ziel und ich konnte es erreichen. Was soll da noch kommen?

Im Moment weiß ich darauf keine Antwort und ohne konkretes Ziel fehlt mir der „Motor“ das viele und oft harteTraining zu absolvieren. Daher ist es jetzt wohl das Beste „auf meinen Bauch zu hören“ und erst mal Abstand von den langen Strecken zu nehmen. Den Rest der Saison habe ich die Damen Ligamannschaft des ALV in Mainz mittels Zweitstartrecht unterstützt und bei der Rheinlandpfalz Liga geholfen Punkte zu sammeln. Tolle Wettkämpfe in Merzig, Worms und Remagen, toller Teamzusammenhalt und immer Spaß am Sport wenn ich mit „den ALV´lern“ am Start bin. Weiter entschied ich mich aus Freunde am Sprint für einen kleinen Wettkampf in Malterdingen in Christophs Heimat „just for fun“. Dort habe ich mich mit der „Aloha Gang 2014“ verabredet - Beate und Moritz, die ich in Hawaii kennengelernt und seit dem nicht mehr gesehen hatte. Mein persönliches Highlight war, dass ich nach 2008 dieses Jahr erneut Vereinsmeisterin von meinem Triathlon Verein TCEC Mainz werden konnte. Der Trimmathlon in Nieder-Olm ist einfach ein tolles, kleines, familiäres Event und ich bin froh, dass ich diese Saison mit einem Sieg beenden konnte. 

Was 2016 passiert ist noch völlig offen. Sicher ist nur, dass ich bis auf Weiteres keine Langstrecken mehr mache. Ein längere Sommerurlaub auf den Lofoten ist ebenfalls ein nicht besonders sportliches Ziel für 2016 J. Dennoch werde ich dem Triathlon in jedem Fall verbunden bleiben. Dafür liebe ich Schwimmen – Radfahren – Laufen viel zu sehr! Bis Mitteldistanz ist alles möglich jedoch genieße ich die wiedergewonnene Freiheit – spontan Wettkämpfe melden zu können und nicht ein Jahr im Voraus alles festlegen zu müssen. Ach ja, meinem Magen geht es wieder sehr gut. Iberogast und Stressreduktion (2mal Schwedenurlaub J) machten es möglich. 

Es ist kaum zu glauben, ich habe das Paradies sehen dürfen – und das zu Lebzeiten :-). Hawaii, Big Island und Kona sind ein TRAUM. Überall duftet es nach frischen Blumen (Orchideen), frischem Kaffee oder einer sanften salzigen Meeresbriese. Im kristallklaren Wasser tummeln sich Schildkröten und tausende bunte Fische. 21 Klimazonen auf einer Insel lassen einen glauben, man würde verschiedene Länder bereisen und noch dazu ist Hawaii die sauberste Insel die ich je gesehen habe. Nirgends liegt auch nur ein Fizzelchen Müll rum. Die Naturverbundenheit der Hawaiianer hat mich am meisten in den Bann gezogen. Für alles gibt es eine mystische Erklärung und nichts davon wirkt unglaubwürdig oder kitschig. Das i Tüpfelchen sind die Menschen selbst: unglaublich freundlich, herzlich lachend, glücklich, zufrieden, hilfsbereit, gastfreundlich, entspannt, unaufdringlich und gesegnet mit einem tief verankerten und überzeugten hang Loose. Es ist genau so, wie ich mir das Paradies immer vorgestellt habe.

Bronzemedaille in der TW 30 bei den Durathlon – Europameisterschaften :-)

Lang, war meine Pause nach der letzten Saison, und lange habe ich gezögert mal wieder einen Wettkampf zu machen. So langsam wird es aber mal wieder Zeit, also habe ich mich entschieden, am vergangenen Sonntag bei den Duathlon-Europameisterschaften in Horst aan de Maas in Holland zu starten. Die Distanzen betrugen 10 Kilometer Laufen, 60 Kilometer Radfahren und nochmals 10 Kilometer Laufen. Morgens war es noch echt frisch, wir mussten die Scheiben am Auto freikratzen, als wir zum Check in gefahren sind. Im Laufe des Tages setzte sich aber dann die Sonne durch und der Wettkampf wurde bei hervorragenden äußeren Bedingungen ausgetragen. Da ich kurz zuvor erst aus dem Trainingslager zurückgekommen bin, wusste ich nicht genau, ob ich schon erholt genug für so ein hartes Rennen bin. Beim Duathlon geht’s meistens richtig ab und ich habe mir keine großen Chancen auf eine gute Platzierung ausgemalt. Auf den ersten zehn Kilometern lief es dann aber erstaunlich gut (neue persönliche Bestzeit) und ich konnte mich damit gleich in der Spitzengruppe festsetzen. Auf dem Rad verlor ich dann einen Platz, ich bekam einfach keinen Druck auf die Pedale und habe das Trainingslager auf Mallorca noch ganz deutlich in den Beinen gespürt. Dazu war es echt kalt und meine Beine waren "wie taub". Als Dritte wechselte ich erneut auf die Laufstrecke und konnte diesen Platz erfreulicher Weise bis ins Ziel verteidigten. Nach 3:15:35 Stunden erreichte ich das Ziel und freue mich über die Bronzemedaille in der Altersklasse TW 30. Das war der erste Wettkampf nach meinem Start beim Ironman auf Hawaii und ich bin überglücklich dass es gleich so gut lief.

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Aber halt: ich bin ja zum Ironman hier. Upps. Wie man an meiner sagenhaften Finisherzeit von 12:54:19h gesehen hat, hatte ich Leistungsdruck und Kampfgeist mit betreten der Insel abgelegt. „ich soll mich beeilen? Um jede Sekunde kämpfen? Alles geben??“ Klare Antwort: „no way, nicht auf diesem heiligen Boden, nicht hier und schon gar nicht bei meiner Premiere bei der Weltmeisterschaft in Kailua Kona Hawaii“. Es war von Anfang an klar, dass ich hier ins Ziel möchte, nichts riskieren aber dafür alles genießen will. In welchem Rennen dieser Welt kann man es sich erlauben einfach mal locker zu bleiben und gechillt mit zu joggen?? Richtig: NIRGENDS, und diese einmalige Chance wollte ich mir nicht nehmen lassen.

Besten Dank an Radsport Smit, für das hervorragende Equipment, Xenofit für die bestmögliche Energieversorgung und dem Reha-Zentrum Mainz-Mombach, das  meine müden Muskeln vom Trainingslager so schnell wieder einsatzfähig bekommen hat.

Das Rennen hat für mich mit dem Check in am Vortag begonnen. Es ist ein unglaubliches Privileg das einmal erleben zu dürfen. Alles geht ganz schnell und reibungslos. Keine langen Warteschlangen, sondern perfekte Organisation. Fast hätte ich die Jungs von Cervélo verpasst, die jedem Cervélo Fahrer ein T-Shirt schenken. Cool, denn auch ich gehöre zu den Auserwählten und habe von anderen Teilnehmern neidische Blicke geerntet. Tja – Augen auf bei der Fahrradwahl – und DANKE Radsport Smit J. Dann wird das Rad geprüft und man bekommt als Gütesiegel ein „M“ auf den Rahmen geklebt. Weiter geht’s zum Foto shooting, bei dem das Rad samt Start-Nr. fotografiert wird. Ab dann begleitet einen ein persönlicher Helfer zu seinem Stellplatz, trägt die Wechselbeutel für einen und erklärt einem wo die Wechselzelte, der Schwimmstart und Ausstieg, das Massagezelt und der After Race Bereich sind. Ich hatte kaum Zeit mir die Wege einzuprägen, da aber alles sehr übersichtlich ist, konnte ich das am Renntag morgens selbst nachholen. Wenn das Rad steht, wird man durch das Wechselzelt begleitet und darf seine Beutel für Bike und Run an den vorgesehenen Haken hängen. Alles ist extrem klein aber super übersichtlich. Dann werden einem die Duschen nach dem Schwimmen gezeigt und schon wird man persönlich zum Ausgang gebracht. Dann darf man nicht mehr zurück. Erst am Renntag selbst.

Um 3:45 klingelten dann der Handy-Wecker und meine Uhr gleichzeitig, mein Christoph rief an und meine Tante schickte eine SMS, damit ich ja nicht verschlafe. Zum Glück lag ich mit Luisa im Zimmer, deren Bruder später Weltmeister wurde. Auch sie hatte kein Interesse daran zu verschlafen also hat auch ihr Handy geklingelt J. Morgens ging alles sehr schnell. Die Tüten waren schon gepackt, Frühstück to go und ab auf den ersten Shuttle Bus. Luisa ist echt die Profi Betreuerin vor dem Herrn und hat mich in aller Ruhe zum Eingang der Wechselzone gebracht. Soo lieb!!!Und dann begann das große Erlebnis. Als erstes gibt man die Selbstverpflegungsbeutel für Bike und Run ab. Statt den bekannten Stempeln gab es riesige Haut-Tattoos beim Body Marking. Unglaublich viele Helfer und Athleten wuseln hinter dem King Kameamea Hotel rum und obwohl es stock dunkel ist, sind alle hellwach. Nach der Startnummern-Kleberei geht’s zum Wiegen. Zum Glück konnte ich die US Pfunde nicht in Deutsch Kilos umrechnen ;). So weiß ich nicht, was mein Kampf-Gewicht war. Ich fühlte mich gut und voller Energie – das erschien mir das Wichtigste.  In Ruhe konnte ich meine Reifen aufpumpen, Sonnencreme auftragen, meine Wechselbeutel kontrollieren und mich mit Beate auf das Rennen einstimmen. Ich habe vergeblich einen Platz zum warmlaufen gesucht. Die Wechselzone ist zu eng und raus darf man nicht mehr. Also habe ich etwas auf der Stelle „rumgehopst“ und meine Arme in Schwung gebracht. Irgendwie ging dann doch alles sehr schnell. Plötzlich stürmten alle Profis zum Start, dann alle Profi Frauen und immer mehr männliche Agegrouper tummelten sich um den Schwimmstart. Kaum waren auch sie gestartet durften auch endlich wir Mädels ran. Rein ins Wasser, vorschwimmen zur Startlinie, 5 Min. Wassertreten und „BÄÄÄHM“ da war der Kanonenschlag. Ich sah die Unterwasser Kameras und hatte Gänsehaut. Diese Kameras drehen die Bilder, die ich sonst nur aus dem TV kenne, und diesmal filmen sie meine Füße. KRASS. Ich wollte eigentlich Fische gucken beim Schwimmen, aber bis zum Wendeschiff habe ich nur Füße und Luftblasen gesehen. Das Feld war unglaublich eng zusammen und das Geprügel gnadenlos. Macht doch was ihr wollt, dacht ich – heute geh ich`s locker an. Gemütlich habe ich dann auf dem Heimweg mein eigenes Rennen gemacht, bin brav mit den Wellen geritten und habe auch endlich Fische gesehen. Leider musste ich dann noch im Slalom um die langsamen AG Männer schwimmen, aber sonst sah ich immer eine Große Frauengruppe in Reichweite. Heute nicht, dachte ich, heute schwimm ich nicht ran, heute mach ich mein eigenes Ding. Völlig glückselig bin ich nach 1:20:45 aus dem Wasser – naja – ganz schön getrödelt aber Spaß gehabt, wenig Salzwasser geschluckt und keine Übelkeit trotz des Seegangs. Dann passt ja alles. Kurz unter die Wasserdusche und oh je, ins völlig überfüllte Wechselzelt. Gefühlt habe ich mich super schnell davon gemacht und mich auf mein Bike gefreut. Juhu- die Reifen sind nicht geplatzt bei der Hitze, dann kann`s ja losgehen. Raus aus der Wechselzone und KRASS sooo viele Menschen??? Ui ui ui. Die ersten 10km gingen super, einmal durch den Ort und oben an der Palani stand die Hannes Hawaii Tours Gruppe – Yeah!! Was ein Lärm ;). Nochmal ungefähr 5km später und schoss Rakete Beate an mir vorbei. Komm zieh mit meinte sie und ich rief ihr zu „Mach du mal – ich habe Zeit!!“.  Und dann begann die Katastrophe. Wind – Gegenwind – Seitenwind – Windböen und HITZE. Hilfe. Bei unserer Testausfahrt hat sich die Strecke nach Hawi von ihrer Schokoladenseite gezeigt, aber was war das heute? Ich konnte keine Minute auf dem Auflieger fahren, so sehr hat das Rad gewackelt. Nach einer Trinkflasche greifen – unmöglich. Mit meinem kaputten linken Arm konnte ich den Lenker nicht alleine halten. Also musste ich an jeder Verpflegungsstelle anhalten, Getränke auffüllen und weiterfahren. „Das muss doch irgendwann aufhören“ dachte ich – tat es aber nicht. Mit sagenhaften 10km /h bin ich die 30km nach Hawi hochgeeiert. Neben mir kam die Spitzengruppe zurück. Kienle auf 2 J. Die haben`s gut dachte ich, die sind schon früher gestartet, das sind die Winde noch nicht so heftig. Endlich in Hawi habe ich erstmal Pause gemacht und mir meinen Selbstverpflegungsbeutel geben lassen. Etwas Sonnencreme auf die Schultern, Salztabletten und 4 Ersatzgels, falls es länger dauert eingesteckt. Dann konnte es weitergehen. „eigentlich müsste ich jetzt ja Rückenwind haben“ – das galt allerdings nur für die Abfahrt von Hawi und SEITENWIND und BÖEN hatte es trotzdem. Ich habe 3 schwere Stürze gesehen. Mädels lagen reihenweise im Graben und viele hatten völlig aufgeschürfte Arme und Beine. „Ne, das gebe ich mir nicht – ich komme heil in Kona an“. Dachte ich und habe meine Uhr gedanklich ausgemacht. „Es ist mir völlig egal, wie lange ich heute brauche, aber ich riskiere keinen Sturz, ich will ins Ziel“. Auf einem Zwischenstück hat es mich dann quer auf die andere Straßenseite geschoben. Ich konnte gerade noch ausklicken und zum Stand kommen. Ich habe vor Schreck am ganzen Körper gezittert. Das einzig e Glück war, dass es die letzten 30 Meilen nach Kona nur noch starken Gegenwind aber keine Böen mehr hatte. Also kam ich laaaaangsam aber sicher der zweiten Wechselzone näher. Ein unglaubwürdiger Blick auf meine Uhr zeigte mir, dass ich 6:55:43h!!!!! Radgefahren bin. Oh mein Gott. Soo lange?? Und das alles auf dem Oberlenker. Mein Ellenbogen schmerzte sehr, das ständige Gegenlenken waren die Muskeln nicht gewöhnt und meine linke Schulter hatte auch die Nase voll. Zum Glück sind jetzt die Beine dran. Ungläubig schaute ich die Helfer an und fragte ob der Wind hier normal ist. Sie trösteten mich und meinten „das ist das härteste Rennen der letzten 15 Jahre, alle sind sehr langsam, alle völlig fertig, alle schütteln mit dem Kopf, viele sind im Krankenhaus. Sei froh dass du heil durchgekommen bist.“ War ich auch, aber jetzt kommt ja noch der Marathon. „Ich will nicht raus zum laufen“ sagte ich zur Helferin „ dann mach Pause, du bist auf Hawaii, jeder wird dir helfen ins Ziel zu kommen.“ „Ich werde bei Katja Pause machen, eine Freundin wartet auf der Laufstrecke, dort ruh ich mich aus“. „Mach das, das wird dir gut tun rief die Helferin“ als ich aus der Wechselzone lief. Die Beine waren Top aber mein Kopf war völlig verwirrt von diesen harten Bedingungen. Damit habe ich nicht gerechnet. Plötzlich sprang jemand vor mir auf die Straße, rief meinen Namen und knipste Bilder. „KATJA, es ist so schlimm da draußen“. Ich blieb kurz stehen um ihr mein Leid zu klagen. „Ja, ich weiß, Markus hat das auch gesagt, jetzt lauf“ entgegnete sie mir. „Bitte warte im Ziel auf mich, heute wird’s aber länger dauern“. „Ja klaro warte ich – bis später!“ rief sie mir nach. Inzwischen zogen Wolken auf und die knallige Hitze wich etwas. Mir war ganz komisch, Beine gut aber mein Körper wechselte zwischen zittern, schwitzen und Schwindel. An jeder Versorgungsstelle tauchte ich meinen Kopf ins Eiswasser und steckte mir überall Eiswürfel hin. „Eigentlich geht’s mir ja gut, aber irgendwie bezweifle ich ob ich heute ins Ziel komm, es dauert alles so lange“. Bei km 12 rief eine Helferin „keep on smiling“ und ich brach in Tränen aus. Das war der Satz den mir Christoph auf seine Karte geschrieben hatte. Christoph, wo bist du nur?? Was denkt er, wenn er meine langsamen Zeiten sieht?? Mach dir keine Sorgen, ich mach langsam aber es geht mir gut. Dann wanderte ich die Palani hoch und traf Freunde aus der Reisegruppe vom Hannes. „Hier kannst du wandern, aber oben läufst du wieder“ riefen sie. „Klar, oben ist Hannes, da laufe ich J“. Und da war nicht nur Hannes, da waren auch Katja und Luisa. Als ich sie sah war ich außer mir vor Freude. „Wenn ich ab jetzt gehe, komm ich dann noch ins Ziel??“ „Ja klar!!“ riefen beide und ich blieb sofort stehen. „Cool, dann gehe ich jetzt“. „Bist du verrückt – du läufst gefälligst“ rief Luisa. Was? Ich soll mich anstrengen?? Näää.. oder ach komm, ich kann ja laufen, also tu ich es auch J „Aber du wartest hier auf mich“ rief ich Luisa zu. Ihren verzweifelten Gesichtsausdruck habe ich nicht vergessen „Na gut“ rief sie mir hinter her. Und dann begann die lange wellige Strecke auf dem Highway. Was ein Glück, dass die Hawaiianer so gute Laune haben. An jeder Versorgungsstelle ist auch ein DJ und alle Helfer reichen nicht nur kalte Getränke sondern liefern auch eine coole Tanzperformance. Beim Eingang ins Energy Lab steppte dann richtig der Bär. Bühne, Band, alles was man will. Dort bekam ich dann auch meine ersten Leuchtstäbchen für den Hals. „Ich bin so langsam das glaubt kein Mensch“ dachte ich und habe auf dem Weg ins Energy Lab den wunderbarsten Sonnenuntergang genossen. Es wurde dunkel und dadurch auch kühler (also 30°C statt 40°C!). Ich hatte schon 8 Salztabletten genommen und wollt mir keine Überdosis geben. Also beschloss ich eine leckere salzige Suppe zu trinken. Was warmes im Bauch ist immer gut und auch wenn ich seit 16 Jahren Vegetarier bin, so ne warme Hühnerbrühe ist schon was Feines J. Das Energy Lab rauszulaufen ist gar nicht schlimm. Die Palani Road ist viel steiler. Also bin ich kontinuierlich zurück und habe die km gezählt bis endlich Hannes kommen musste. Langsam aber stetig näherte ich mich dem Ziel. Km 35, 36, 37, km 38 geil die spielen und tanzen „YMCA“ – da mache ich mit. Die Helfer waren außer sich vor Freude (ich auch) als ich das Tanzen angefangen habe. Das war das lustigste was ich je in einem Rennen erlebt habe. Und ich hatte solchen Spaß. Bei km 39 ist der HANNES. Und wer noch?? LUISA.. ohne daran zu denken, wie verschwitzt ich bin habe ich mich Luisa um den Hals geworfen. „Das vergesse ich dir nie, dass du auf mich gewartet hast!!“ rief ich voller Freude. Ich wollte gar nicht weiterlaufen so überwältigt war ich dass Hannes und seine Jungs immer noch „Party“ auf der Strecke machten. Noch 3km ins Ziel, das sollte machbar sein. Palani runter links und zweimal rechts, dann ist es geschafft. Im Zielkanal habe ich noch Hans getroffen, seine Schwägerin war im Rennen knapp vor mir. Die netten Holländer haben mich das ganze Rennen unterstützt und ich war außer mir vor Freude, dass Hans auf mich im Ziel gewartet hat. Also bin ich aus dem Zielkanal wieder raus gelaufen um ihn kurz u umarmen und dann endgültig Richtung Ziellinie zu laufen. Ich beendete Marathon incl. Suppenpause und diversen Tanzeinlagen in für mich unterirdischen 4:27:20h. Dennoch hieß es auch für mich: „You are an Ironman“. „Yes, I am!“. In der Hoffnung, dass mein Zieleinlauf im Livestream übertragen wird, habe ich auf der Ziellinie meinen Ehering geküsst um Christoph einen Gruß nach Deutschland zu schicken. Der Rest war Jubel und Hände zum Himmel. Kurz nach dem Ziel habe ich nochmals Markus und Katja getroffen, es war ein wunderbares Erlebnis mit euch in Kona zu sein! „Good job Katja“ ;), „well done“ Markus ;). Und dann überkam mich eine große Leere. So ein kack Rennen. Ich will nicht mehr, ich muss schlafen. Ab ins Sani –Zelt und ausruhen.  Nie wieder Triathlon J

Für mich war es das größte Highlight einmal alles gesehen zu haben. Den bekannten großen Baum, der gar nicht so groß ist, den Alii Drive, die Palani Road, den Queen K´ Highway, das berühmte Body Marking, das Wiegen vor dem Start, die typisch amerikanische Messe, alle Profis und den wohl berühmtesten Schwimmstart nicht nur im Triathlon. Einmal mitten drin sein im bekanntesten und wichtigsten Triathlon der Welt, in der Geburtsstädte des Ironman. Live dabei. Auch wenn das Rennen selbst nicht so besonders gut ging, als Fr. Steurenthaler möchte ich das besser machen J . Der Ironman Hawaii war das letzte Rennen unter dem Namen Karin Kerschensteiner – dabei bleibt es J Ab jetzt starte ich als Karin Steurenthaler – go go go!! Und ich werde alle geben nochmal dabei zu sein – diesmal dann aber mit meinem geliebten Christoph am Start. 

Ganz besonders bedanke ich mich bei meinen treuen Begleitern und Sponsoren! Jan Smit, ich danke dir so sehr für die langjährige Unterstützung und das großzügige Kona-Paket. Xenofit, ihr macht die beste Sporternährung der Welt und die großen Liquid Gels sind eine unglaublich gute Erneuerung. P.Jentschura – natürlich gab es auch „Morgenstund“ in Hawaii J und ab jetzt täglich ein Basenbad, damit ich schnell wieder erholt bin. Reha-Zentrum Mainz Mombach. Ohne eure fantastische Unterstützung hätte ich den schweren Unfall niemals so schnell weggesteckt. Trotz Metall im Arm konnte ich mich für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Ihr seid das beste Team in Sachen Reha und Physiotherapie!  Thomas Stehle „Fitexpert“ – deine Diagnostik ist fantastisch und deine Diagnose für 2014 war genau richtig.  Last but not least. The one and only HARALD ZEMKE!! You made me iron!! Danke für das harte aber effektive Training. Hawaii-Coach 2014, wir haben es geschafft. 3 Ironman in 3,5 Monaten. Das ging nur, weil du mich optimal drauf vorbereitet hast. 

Über Klagenfurt und Kalmar fliegt Karin Kerschensteiner nach Kona :-) - noch nie hat mir der Buchstabe K so gut gefallen wie in diesem Zusammenhang :-)

 

Inzwischen liegt der Ironman in Kalmar schon vier Wochen zurück und endlich scheine ich zu begreifen, dass ich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Hawaii wirklich geschafft habe. Warum sonst sollte ich Reiseunterlagen von Hannes Hawaii Tours zugeschickt bekommen :-) ? Das begehrteste Rennen im Triathlon Zirkus wirft seinen Schatten also langsam voraus.

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Doch zuerst blicke ich noch einmal zurück und berichte über den Ironman in Kalmar. Es von Beginn an ein mutiges Unternehmen nur sieben Wochen nach dem Ironman Klagenfurt einen zweiten Ironman zu machen. Ich bin schließlich kein Profi und bei einer durchschnittlichen 55h Arbeitswoche findet die Regeneration nach einer Langdistanz quasi beim Mittagessen statt (Danke an P. Jentschura für die vielfältigen Variationen von Morgenstund ´und Tischlein Deck dich, auf die ich mich jeden Mittag freue!!) Jedenfalls verlief die Erholung nicht ganz so wie geplant. Beim "Churfranken Triathlon" (olympisch), den ich vier Wochen nach Klagenfurt geplant hatte, bin ich zwar noch gut aus dem Wasser gekommen, hatte aber ab der Radstrecke ganz schön zu kämpfen. Beim Laufen war mir nur noch Elend und zu wissen, dass ich in drei Wochen den nächsten Ironman vor mir habe machte es nicht besser. Mega frustriert bin ich zwar als 5. Frau ins Ziel aber deutlich langsamer als sonst und die Quälerei hat mir sehr zu denken gegeben. 10km mit einer 5er pace ( im Wettkampf*heul*!!) – keine gute Prognose für Kalmar. So richtig erholt schien ich mich von Klagenfurt noch nicht zu haben. Passend zu meinem Körpergefühl habe ich das Training weiter reduziert und alle Karten auf Erholung gesetzt. „Den größten Fehler, den du jetzt machen kannst, ist gegen die Müdigkeit weiter zu trainieren“ meinte mein Trainer Harald Zemke zu mir – also hatte ich die Erlaubnis zum chillen :-)

Zum Glück haben mich die Hochzeitsvorbereitungen soweit vom sportlichen Ereignis abgelenkt, dass ich mich täglich mehr auf die Reise nach Schweden gefreut habe. In Schweden angekommen war ich kaum zu bremsen vor Freude. Ich liebe Kalmar, ich liebe Schweden und ich liebe die Menschen, die uns dort begegnen. Statt Carbo-loading gab es Kaffee und Kuchen beim Traugespräch mit unserer Standesbeamtin Anna-Britt. Statt Ironman-Equipment haben wir Blumen für die Hochzeit gekauft. Fast hätte ich vergessen, dass ich am Samstag erst noch den Ironman machen sollte, die Hochzeit war ja erst Montag. Bei der Startnummern Ausgabe habe ich im Race Magacine einen netten Artikel über uns gefunden. Also wusste ich – kneifen ist nicht – erst der Wettkampf – dann das Vergnügen. Als ich kurz vor dem Rennen erfahren habe, dass es in der AK30 diesmal 2 Plätze für Kona gibt, bin ich doch noch nervös geworden. „eine ist immer schneller“ dachte ich „Aber nach Platz 3 2012 könnte ich Platz 2 schaffen – den Kalmar ist mein Rennen“. Auch die Wahrscheinlichkeit von einem „roll down“ ist höher, wenn es zwei Plätze gibt.

 

Das Schwimmen lief dank dem Rolling Start sehr angenehm. Zwar fehlten gute Füße an denen ich mich hätte orientieren können, aber dafür gab es keinerlei Geprügel und ich konnte gut und schnell meinen eigenen Rhythmus schwimmen. Etwas langsamer als geplant kam ich nach 1:05:30 aus dem Wasser. Die neue Strecke (eine große Runde im Meer) hat doch mehr Zeit gekostet als geplant. Dennoch ist das eine Zeit, mit der ich noch gut dabei bin.

 

Beim Radfahren wurde es dann schon schwieriger. Mein optimistischer  Zeitplan sah vor, dass ich nach etwa 5:05h vom Rad steige. 2012 bin ich hier 5:08h gefahren und habe mich seit dem auf dem Rad verbessern können. „Hätte, hätte Fahrradkette“ - Bis km 60 war ich noch im Zeitplan, aber ab dem Querweg auf der  Insel wurde der Wind immer stärker. Wenn es an der Küste dann Wind hat bleibt man auch nirgends davon verschont. Schnell war der gute Split dahin und die Beine müde. Vorsichtshalber habe ich den Gel-Rhythmus etwas verkürzt, damit mir auf keinen Fall der Saft aus geht. Natürlich hatte ich dann das nächste Problem an der Backe, denn schon nach 120km konnte ich nur mit Wiederwillen weitere Gels zu mir nehmen. Egal wieviel Druck ich aufs Pedal gegeben habe, ich hatte das Gefühl immer langsamer zu werden, der Wind wurde immer stärker und die Wolken immer dunkler. Ab km 160 gab es dann endlich ein ordentliches Gewitter mit Starkregen. Glücklicherweise dachte ich: „ach der Regen kühlt schön und schlechtes Wetter ist eigentlich mein Ding – also wenn ich eine Chance habe, dann jetzt. "5km vor der Wechselzone sah ich ein kleines „Kneul" unter dem Baum sitzen, der mir zurief „Auf geht´s Karini!!“. Es war Christoph, der mich längst auf der Laufstrecke erwartet hatte und unter dem Baum (vergeblich) Schutz vor dem Regen gesucht hatte. Ich habe mich soooo gefreut ihn zu hören und freute mich so sehr ihm entgegen zu laufen. 

Die ersten Lauf km gingen ganz gut, aber ich fühlte mich insgesamt müde und die Gels machten meinem Magen sehr zu schaffen. Beim Laufen wusste ich, dass ich Xenofit Gels bei der Selbstverpflegung hatte, und so war ich optimistisch, dass es damit vielleicht besser ginge. Endlich bei km 6 habe ich dann Christoph getroffen. „du warst nach dem Schwimmen 8te in der AK“ rief er mir zu. „Gott sei dank, dachte ich – dann bin ich so weit weg von der Quali, und kann den Marathon jetzt eher locker angehen“. Doch „leider“ legte Christoph noch „Aber jetzt bist du 2te – L A U F !!!!“.In mir wurde es ganz ruhig. „Scheiße was mach ich denn jetzt?“ einerseits war ich noch nie so nah dran, andererseits weigerte sich mein Körper dagegen, weiter Gas zu geben. „Umfallen kann ich im Ziel dachte ich und dann begann ein laaaaaanger Marathon“. Nach der ersten Runde (km 14) begegnete ich nochmals Christoph. Schon jetzt dachte ich, ich kann nichtmehr. Mein Vorsprung auf die 3te in der AK war nur 1:30 Min, das reicht noch nicht mal für eine Dixi-Pause. Na super. Dennoch wollte ich es weiter versuchen. Auf meine  Frage „Ich kann jetzt schon nicht mehr, was soll ich tun??“ meine Christoph „LAUF!!“ und die Antwort war so einfach und doch so schwer zu gleich. In der zweiten Laufrunde bin ich dann mehrere tiefe Täler durchlaufen. Meine Laufgeschwindigkeit schwankte stark und mein einziges Ziel war „Weiterlaufen- keine Dixi -Pause– nicht stehenbleiben an der Versorgung“. Mehr konnte ich nicht denken, und diese drei Aufgaben verlangten mir alles ab.

Erneut traf ich Christoph an der Selbstverpflegungsstelle (km 28). Ich ging davon aus, dass ich längst überholt worden bin, so holprig wie die letzten 14km gegangen sind. Irritierender Weise rief Christoph aber : „jetzt durchhalten, du hast den Vorsprung minimal vergrößert, sie läuft langsamer als du, du musst jetzt nur noch durchhalten. 1:40 Vorsprung“ . Ob ich da irgendwas gedacht habe weiß ich nicht mehr, aber es war klar, dass ich jetzt auf keinen Fall aufgeben kann. Christoph hatte fix seinen Posten verlassen um mich am Ortsausgang nochmal anzufeuern „nur noch 10km – das schaffst du Karin“ rief er. „Das sind noch 12km!!“ war das einzige, was ich in einem äußerst unfreundlichen Ton entgegnen konnte. Zum Glück kennt mich Christoph ganz gut – wenn ich „grantig“ werde ist es meistens extrem anstrengend und ich kämpfe. Und genau so war es auch. Von der letzten Runde weiß ich nicht mehr besonders viel. Ich habe ein paar Athleten angeschnauzt sie sollen nicht mitten im Weg stehen bleiben oder Platz an der Versorgungsstelle machen. Naja eigentlich so gar nicht meine Art, aber ich war echt am Limit. Erstaunlicherweise konnte ich das Tempo nochmal etwas verschärfen, aber das kostete den letzten Funken Freude am Sport. Ich wollte nur noch ins Ziel – das Rennen beenden und endlich „umfallen dürfen“. Gleichzeitig war ich ehrgeizig genug um nur nicht locker zu lassen. So nah dran an der Qualifikation war ich schließlich noch nie. 1km vor dem Ziel habe ich dann zum letzten Mal Christoph getroffen. Er hat mir meine Bayern Flagge gegeben und auf meine Frage, ob es gereicht hat meinte er nur „ich weiß es nicht, ich glaub schon“. Auf den letzten Metern habe ich mich nochmal zusammengerissen und bin so flott wie möglich ins Ziel und dort angekommen habe ich mich erst einmal auf den Boden gesetzt. FEIERABEND. Was für ein Rennen. Bald habe ich Christoph, Linda und Christian gesehen und mich irgendwie zu ihnen geschleppt. Die Verwirrung war all gegenwärtig. Du bist echt 2.te in der AK – aber heißt das jetzt auch ich fliege wirklich nach Hawaii. Keiner hat mehr damit gerechnet – die Flitterwochen waren am Chiemsee geplant. Vor lauter Erschöpfung bin ich erst einmal zu den Sanitätern und habe mich eine halbe Stunde auf die Liege gelegt. Kreislauf stabil – kein Grund zur Sorge also aber die Ruhe und die warme Decke haben mir sehr gut getan.

So richtig Freude kam allerdings nicht auf, entweder ich war zu erschöpft oder zu unsicher, ob sich die Herrschaften von Ironman die Slot-Verteilung noch einmal anders überlegen. Mir wurde gesagt, dass die Verteilung in der Nacht entschieden wird, wenn klar ist, wer alles ins Ziel gekommen ist. Puh, was eine Zitterpartie. Vor Lauter „Sorge“ habe ich dann die Größe der Startgruppe ausgezählt und festgestellt, dass die AK 30 die zweitgrößte Startgruppe bei den Damen war. Also dachte ich, wenn sie einen Slot wegnehmen, dann aus einer anderen Gruppe. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugebracht. Mein Trauzeuge Christian meinte noch "ganz normal, in der Nacht vor der Slotvergabe schläft man nie, man weiß ja nicht was die sich ausdenken." Und tatsächlich habe ich bis zum Aufrufen meines Namens bei der Slotvergabe gezittert und gebibbert, dass es wirklich 2 Plätze gibt.

 

Leider wurde das große Ziel etwas davon überschattet, dass Christoph bereits zu diesem Zeitpunkt wusste, dass er nicht mit nach Hawaii fliegen kann. Er hat keinen Urlaub bekommen. Zu ärgerlich, denn das wären die perfekten Flitterwochen geworden. Also trete ich die Reise alleine an und bin gespannt was es zu berichten gibt. Vor einem Jahr um diese Zeit lag ich im Krankehnaus mit gebrochenem Flügel. Ich hätte niemals gedacht, dass sich der Traum von Hawaii doch noch erfüllen wird. Danke an dieser Stelle an Radsport Smit und equipe RED, P.Jentschura, Xenofit und das Reha-Zentrum Mainz Mombach für die unglaublich nette Unterstützung bei meinem langen Weg nach Kona!! Ohne Euch hätte ich das nicht geschafft!!

Ironman Klagenfurt 2014

Zugegeben, von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen in Klagenfurt zu starten. Aber als wir 2012 in Kalmar Stefan Petschnig kennen gelernt haben, habe ich ihm versprochen, dass ich „eines Tages“ auch in seinem Rennen starte. Gesagt – getan. 2014 hat es hervorragend gepasst, da ich kurz vor dem Ironman ohnehin nach München musste um die Abschlussprüfung in Sportpsychologie abzulegen. Wenn ich dann schon „im Süden“ bin – kann ich ja auch gleich weiter nach Klagenfurt düsen.

 

Das Rennen ist wirklich hochkarätig besetzt, vom Leistungsniveau der Profis als auch der Age-grouper. Ich glaube das ist der Grund, warum alle sagen Klagenfurt sei ein „schnelles“ Rennen. Am Streckenprofil kann es jedenfalls nicht liegen.

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Schwimmen im Wörthersee ist eine Wucht. Ein ruhige See, kristallklares Wasser und ein einfacher Schwimmkurs. Besser kann man es nicht haben. ABER: bei 3000Startern wurde auch 3,8km um jeden  Zentimeter Wasser gekämpft. Besonders ärgerlich ist, dass man am Ende der Schwimmstrecke nochmal 900m durch den Lenne kanal schwimmen muss. Der ist nur ca 4m breit, und das Feld verdichtet sich schlimmer als beim Startschuss. Dann, wenn man eigentlich damit rechnet „in Ruhe Schwimmen zu können“ geht das Geprügel nochmal richtig los. Mit einer Schwimmzeit von 1:05 war ich angesichts des noch immer mit Metall gespickten Armes sehr zufrieden.

 

Die Radstrecke ist mit Sicherheit eine der schönsten  die ich kenne. Das Alpenpanorama ist allgegenwärtig und die Strecke ist durch die insgesamt 1600hm auch etwas selektiv. Auf der ersten Runde fiel es mir sehr schwer meine Position zu finden. Es waren einfach zu viele Sportler, die in bekannt unsportlicher Manier, in größeren Pulks unterwegs waren. Die ersten 50km war ich damit beschäftigt zu überholen oder abreißen zu lassen um auf keinen Fall eine Zeitstrafe zu bekommen. Sehr unrhythmisch und ich habe mich gefragt, wie lange ich das schaffe. Zum Glück kamen dann bald die Berge und die Abfahrten, und das Feld hat sich entzerrt. Auf der zweiten Runde waren dann allerdings Wind und Regen meine Gegner. Wieder nix mit „laufen lassen“. Schnell war mir klar, dass meine geplanten 5:15 bei den Bedingungen sehr hart werden würden. Und als ich dann mit 5:20 in der Wechselzone ankam, war ich zufrieden nicht mehr verloren zu haben.

 

Ich habe mich richtig auf die Laufstrecke gefreut, wenngleich ich auch Bedenken hatte, zu viel Körner im Wind gelassen zu haben. Beim Loslaufen stelle sich aber schnell heraus, dass ich sehr gut mit meinen Kräften gehaushaltet hatte. Ich freute mich Christoph und Linda zu sehen, und wollte unbedingt wissen wie es bei Christian läuft. Nach 10km machte mir dann das schwül-warme Wetter etwas zu schaffen und glücklicher Weise hatte Christoph eine Salztablette für mich dabei. Damit ging der unglaubliche Durst endlich weg und ich konnte weiterlaufen. Leider hat meine Garmin dann nicht das gemacht, was sie tun sollte und ich musste den Marathon ohne Zeitangabe laufen. Auf der 2ten Runde war ein ungeplanter „Boxenstop“ fällig und dann begann der Slalomlauf um die vielen vielen vielen Athleten. Die Helfer kamen nicht nach mit Becher reichen und ich habe für meinen Geschmack zu oft angehalten um mir Gel, Cola, Wasser selbst zu nehmen. Insgesamt habe ich dadurch schon ein paar Minuten eingebüßt, aber ich konnte konstant durchlaufen und habe mich bis ins Ziel sehr gut gefühlt. Also „schwamm drüber“. Eine 3:46 ist nicht das was ich geplant hatte, aber ohne Uhr und den vielen Selbstverpflegungs-Stops war einfach nicht mehr drin. Beim nächsten Mal läufts besser.

 

Als ich dann meine Zeit gesehen hatte 10:21:33 war ich ganz zufrieden. Hatte irgendwas zwischen 10:10 und 10:30 geplant und genau die Mitte getroffen. Dass man heut zu Tage mit so einer Zeit nur noch 8. in der AK 30 wird ist bitter. Vor 6 Jahren hätte ich nicht einmal gedacht, dass ich annähernd so schnell werden würde. Und jetzt erreichen Age-grouper Zeiten, von denen Profis träumen. Aber lieber 8te als 4te dachte ich und bin sehr froh, nach meinem Unfall wieder im Rennen zu sein. Immerhin ist es die zweitschnellste Langdistanz-Zeit, die ich bisher erreicht habe.

 

Jetzt steht erst einmal Erholung an und dann wird gezielt aufs nächste Rennen vorbereitet, vielleicht knack ich ja 2014 doch noch meine persönliche BestzeitJ.

 

The show must go on – eure Karin

Das war mein Jahr 2013

"Das Jahr der Prüfungen" ist die passendste Überschrift über den Jahresrückblick 2013.

 

Neben vielen kleineren „Weh-Wehchen“ wie Erkältungen und einer Magen-Darm-Geschichte zu Beginn des Jahres kam ich zwar gesundheitlich gut durch den Sommer, doch das dicke Ende mit dem Radunfall und dem gebrochenen Ellbogen kam dann im Oktober. Dennoch konnte ich die Langdistanz WM in Belfort, die Langdistanz in Roth sowie die geplanten Liga- Wettkämpfe in Mainz und Sinzig ganz zufriedenstellend absolvieren.

 

Jahr der Prüfungen passt vor allem auch deshalb, weil ich meinen Abschluss an der Uni erfolgreich gemeistert habe und jetzt Diplom Psychologin bin. Die Prüfungen gingen von Anfang Juli bis Ende September und das war die längste Prüfungsphase die ich je hatte. Mein Heimatrennen in Roth war ein Lichtblick, wenn gleich ich am WK Tag nicht in Topform war. Wie auch, mitten im Examensstress.

Trainigslager 2014

Die Koffer sind gepackt. Dank Xenofit (www.xenofit.de), dem Ambulanten Rehazentrum Mainz-Mombach (www.rehamainz.de) und P. Jentschura (www.p-jentschura.com) ist der Koffer schon fast voll und ich befürchte ich muss Übergepäck bezahlen.

 

Xenofit unterstützt mich schon seit vielen Jahren und sorgt dafür, dass mir weder im Training noch im Wettkampf die Energie ausgeht. Im Trainingslager darf´s auch etwas "mehr" sein. Der leckere Refresher sorgt dafür, dass ich mich schnell von einer Belastung erhole und startklar für die zweite Trainingseinheit bin. Die Vitami C Kautabs sind ein extra Bonbon für mein Immunsystem, um meine Zellen gegen Viren stark zu machen. Während des Trainings gibt´s die ganze Bandbreite an Riegeln und Gels, die mir genug geschmackliche Abwechslung bietet. Ob Aprikose, Karotte-Ananas, Wild berry, Mango-Passionsfrucht oder Schoko Nuss – ich habe sie alle „zum fressen gerne" :-).

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Es gab neben Prüfungen auch ausreichend Veränderungen 2013. Mein neuer Trainer Harald Zemke ist nun fester Bestandteil in meinem Trainingsalltag, ich bin wieder zurück in meinem „Heimatverein“ TCEC Mainz, betreue die „Dienstags-Schwimmgruppe“ beim Nachbarverein ALV Mainz. Beruflich geht’s als Sportpsychologin und cand. Psychologische Psychotherapeutin voran und das Beste zum Schluss: Christoph und ich haben uns verlobt J.

 

Insgesamt hat mir das Jahr vor allem gezeigt, wer wirklich zu mir hält, wenn es einmal nicht läuft, sei es von Seiten der Sponsoren, aber auch oder besser vor allem von Seiten der Freunde und Sportkollegen. Danke an Alle die die vielen Prüfungen mit mir durchgestanden haben und mich unterstützen und begleiten um wieder auf die Beine zu kommen. 

Meine lieben Kollegen und Vorgesetzten aus dem Reha-Zentrum Mainz Mombach geben mir meine heiß geliebte Black roll Pro und den passenden Blackroll Ball mit auf die Reise. DANKE!!Mit Blackroll gelingt es mir die eine oder andere Verspannung eigenständig zu lösen und verklebte Muskelfasern wieder glatt zu "rollen". Natürlich kein Ersatz für die Zauberhände meiner Kollegen – aber eine SEHR GUTE Alternative. Wer auch eine haben möchte, kann diese im Rehazentrum Mainz Mombach bwz. Locomotion käuflich erwerben.

 

P. Jentschura steht seit Neuestem ganz oben auf meiner „gesund und fit“ Liste. Der Morgenstun´d Basenbrei lässt sich mit etwas Obst, Nüssen oder Cerialien prima täglich neu in ein abwechslungsreiches Frühstück verwandeln. Gerne gönne ich mir auch zwischen den Einheiten eine kleine Portion "blanco", um meinen Körper Energie zurück zu geben, ohne ihn dabei mit schwer verdaulichen Zwischensnacks zu belasten. Die basische Zusammensetzung hilft mir vor und nach dem Training wieder ins basische Gleichgewicht zu kommen und nicht zu übersäuern. Egal ob mit frischem Orangensaft, Buttermilch oder Sojajoghurt – lecker, lecker, lecker!

 

Etwas weniger Platz aber einen umso größeren Stellenwert nehmen die aktuellen Leistungstests von Fitexpert (www.fitexpert.de) Thomas Stehle ein. Dank der hervorragenden Laufband und Ergometer Diagnostik trainiere ich immer im richtigen Trainingsbereich und kann die Zeit im Trainingslager effektiv nutzen. Mit Thomas arbeite ich seit mehreren Jahren zusammen und habe daher nicht nur einen Überblick über meinen aktuellen Trainingszustand, sondern kann die Entwicklung der letzen Jahre "schwarz auf weiß" nachvollziehen. DANKE Thomas!

 

Inhaltlich kümmert sich mein Trainer Harald Zemke darum, dass ich nicht zu viel und nicht zu wenig mache J. Der Trainingsplan ist immer griffbereit und die Umsetzung wird via Garmin kontrolliert. "Big Trainer ist watching me" – und von keinem lass ich mich lieber bremsen oder jagen als von dir, lieber Harald. I will do my BEST!

 

 

Dann kann es ja losgehen!

 

Eure Karin

Ja, den letzten Artikel "Hello again", wollte ich nach der kurzen Radpause fertigschreiben. Nun, die Pause wird jetzt lang genug einen neuen Artikel  zu schreiben – leider.

 

Mir wurde bei einer gemütlichen, sonnigen und stressfreien Radausfahrt ziemlich rücksichtslos die Vorfahrt genommen und das neue Ziel der Ausfahrt hieß Notaufnahme. Olekranonmehrfragmentfraktur links. Not-OP und abruptes Sportverbot. So schnell kann es gehen, dass man sich von seinem sportlichen Highlight verabschieden muss.

 

Es ist fast schon ein schlechter Scherz, dass ich bereits die ersten Stunden der Ausbildung zur Sportpsychologin absolviert habe, und an einigen Fallbeispielen lernen durfte, wie wichtig mentale Stärke im Leistungssport ist. Genau diese Stärke versuche ich jetzt in einer ungewollten "Selbsterfahrung" zu trainieren. Mein großer Traum vom Ironman in der Karibik – als Belohnung für das sehr erfolgreich abgeschlossene Psychologie-Studium ist binnen weniger Sekunden "geplatzt".

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Aber  wie ich schon geschrieben habe – Unkraut vergeht nicht. Zum Glück habe ich schon beim Aufwachen im Krankenhaus gemerkt, wie viele liebe Freunde ich hier in Mainz habe. Es tut unglaublich gut, diese schwere Zeit nicht alleine durchstehen zu müssen. Gerade die Tage im Krankenhaus gingen mit den vielen Besuchern schnell vorbei und auch zu Hause reißt die Unterstützung nicht ab. Danke an alle die jetzt bei mir sind, und mich wieder "auf Vordermann" bringen. Neben den hervorragenden Ärzten, die sich um das Innenleben und die medizinische Versorgung meiner Bruchstelle bemühen, danke ich auch meine lieben Kollegen aus dem Reha-Zentrum Mainz Mombach, die sich um die Wiederinstandsetzung meines Ellenbogens kümmern. Es tut unglaublich gut zu sehen, dass von der Terminsteuerung bis zur Behandlung alles möglich gemacht wird, damit ich bald wieder fit bin. DANKE!

 

Es fällt mir nicht leicht, Christoph jetzt alleine ziehen zu lassen, da  wir uns so sehr auf das gemeinsame Training für Mexiko gefreut hatten. Dennoch möchte ich ihm seinen Traum vom Start in der Karibik nicht genauso nehmen, wie er mir genommen wurde. Wir machen aus der Situation das Beste und durch die ungewollt „freie Zeit“ kommen wenigstens die Hochzeitspläne voran :-).

 

Es wird eine Weile dauern, bis ich wieder Schwimmen, Laufen und Radeln kann aber die Zeit wird kommen. Ganz sicher. In enger Zusammenarbeit zwischen meinem Trainer Harald Zemke, meinen Ärzten und Physiotherapeuten wird entschieden, wie und wann wir das Training wieder aufbauen können.

 

Für alle Sponsoren und Partner, die mich in dieser Zeit nicht fallen lassen an dieser Stelle auch herzlichen Dank! Das nächste Rennen ist schon gemeldet ;-).

 

 

Eure Karin

Ja da bin ich wieder J. Unkraut vergeht eben nicht. Nach einer kurzen sportlichen Auszeit melde ich mich endlich zurück!! Während meiner sportlichen Abwesenheit habe ich erfolgreich mein Psychologie-Studium an der Johannes Gutenberg Universität Mainz abgeschlossen. Inzwischen stecke ich schon mitten in der lang geplanten Weiterbildung zur Sportpsychologin/Mental Trainerin. Es ist unglaublich spannend, mit ehemaligen Olympiateilnehmern, Sportwissenschaftlern, Psychologen und den großen Koryphäen der Sportpsychologie an einem Tisch zu sitzen mit dem gemeinsamen Ziel das individuelle und optimale Betreuungskonzept für Leistungssportler aller Disziplinen herauszuarbeiten.  Ich liebe meinen Beruf jetzt schon!

 

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Wie es oft so ist, wenn neue Lebensabschnitte beginnen,  wie zum Beispiel der Abschluss des Studiums, dann bringt dies oft einige Veränderungen mit sich.

 

So verabschiede ich mich nach zwei Jahren vom Triathlon-Team Rhein-Nahe und kehre wieder zurück zum TCEC Mainz. Die Trainingsbedingungen „direkt vor der Haustüre“ sind doch eine wesentliche zeitliche Erleichterung und die „alten Hasen vom TCEC“ sind eben doch meine Triathlon-Familie.

Um nicht nur mit dem Kopf zu arbeiten habe ich im August und September für den Mainzer  Ausdauer Leistungssport Verein ALV zwei Ligawettkämpfe bestritten und beim Punktesammeln für die Rheinlandpfalz – Liga geholfen. Beim Heimspiel in Mainz (Sprintdistanz) und meinem Lieblingsrennen und Ligaabschluss in Sinzig (Kurzdistanz) konnte ich sowohl für den ALV Mainz als auch  für mich gute Ergebnisse erzielen. In Mainz gesamt Platz 7 der Ligadamen, 2. Platz TW25 (1:09:15) und in Sinzig gesamt 7. Platz Ligadamen, 3.Platz TW25 (1:31:29), mit persönlicher Bestzeit in Sinzig (danke Harald!). Ich freue mich, dass in diesem Zuge auch eine weitere Zusammenarbeit zustande gekommen ist. So betreue ich ab sofort das leistungsorientierte Schwimmtraining beim ALV Mainz.

 

Auf deutschem Boden war es das ja für dieses Jahr mit Triathlon. Allerdings liefen die Vorbereitungen für den Ironman in Cozumel (Mexiko) bereits auf  Hochtouren. Ich freue mich mit Harald Zemke (Triathlon A-Lizenz Trainer) neue sportliche Wege zu gehen und habe jetzt schon jede Menge neue Trainingsreize in den Beinen J. Die größte Herausforderung sah ich bis vor Kurzem darin, mit den Wetterbedingungen in Deutschland klar zu kommen… brrr... kalt, nass  und ekelhaft. Doch während der letzten Trainingsausfahrt wurde mir die Vorfahrt genommen und plötzlich hieß die nächste Herausforderung Notaufnahme.

 

Da hilft wohl vorerst nur „Augen zu und durch“ und sich in Gedanken von den mexikanischen Sonnenstrahlen wärmen lassen. 

 

Ganz herzlich
Eure Karin

 

Die deutschen Meisterschaften auf der Langdistanz wurden 2013 endlich wieder dort ausgetragen, wo sie hingehören – in Roth – bei der DATEV-Challenge.

 

Ein Blick in die Ergebnisliste zeigt: 10:33:22, Gesamt Platz 30., 4. Platz AK25. Ganz ok eigentlich, kein Einbruch, keine Radpanne, kein „geplatzt oder hochgegangen“. „solide und konstant Kilometer für Kilometer abgearbeitet“. Aber ein Blick in mein Gesicht sagte sicher einiges mehr. „es läuft nicht, die Kraft fehlt, ich bin müde, irgendwie ins Ziel, tut mir leid Coach – heute geht nix“.

 

Das ist die herbe Bilanz, des ehrgeizigen Versuches zwischen den Examensprüfungen noch einen „kleinen Triathlon“ unterzubringen. Leider muss man sich ja ein Jahr im voraus für die Langdistanzrennen anmelden und bekommt die Prüfungstermine erst ca. 4 Monate vor Prüfungsbeginn gesagt – die Rechnung hätte also auch aufgehen können, doch war es dieses Mal ganz schön eng.

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Während der vielen Lernerei und Sitzerei am Schreibtisch, der ganzen Kopfarbeit hat es mir immer geholfen zwischendurch zum Sport raus zu „müssen“ – denn als Belohnung für all die Buckelei wollte ich mir wenigstens das geliebte Langdistanzrennen in meiner Heimat gönnen. Der Plan schien super zu funktionieren, Lernunterlagen im Trainingslager immer mit dabei, etwas abgespeckter Trainingsplan und bei der Langdistanz auf die bisherige Erfahrung hoffen klang durchaus machbar. Viel Ruhe im Training, wenig Vorbereitungswettkämpfe und enges Zeitmanagement stimmten michzuversichtlich.

 

Doch nach den ersten Prüfungen Anfang Juli machte sich die Müdigkeit der Mehrfachbelastung aus Uni, Job und Triathlon doch stärker bemerkbar als die Freude über die ersten guten Prüfungsergebnisse. Ein Wochenende mal frei haben – nix tun, schlafen, chillen das wäre toll – nur galt es an dem freien Wochenende 3,8km zu schwimmen 180km zu radeln und 42,2km zu laufen, also keine Zeit um auf der faulen Haut zu liegen.

 

Das Schwimmen war mir schon viel zu lange, beim Radeln konnte ich keine Sekunde meine geliebte Heimat genießen und beim Laufen habe ich permanent nur gegen das Stehenbleiben gekämpft. So fühlt sich meine große Leidenschaft Triathlon wirklich nicht schön an. „Spass haben, Sport genießen und das Beste aus sich rausholen“ spornt mich seit Jahren an, dem Triathlon treu zu bleiben. Doch diesmal war nichts davon im Angebot. Die wichtigste Zutat – die Freunde an der Bewegung – hat gefehlt. So bin ich am Ende froh, das Ziel noch erreicht zu haben und bin um eine Erfahrung reicher. Machbar ist eine Langdistanz unter diesen Umständen schon, aber Spaß macht es mir so nicht. Mir ist klar geworden, dass ich bis Ende September Sportpause mache, und meine Kraft fürs Examen nutze. Danach greife ich aber nochmal an ;) 

 

Mein größter Dank gebührt meinem Altmeister Hans-Ludwig Sattler. Ohne ihn hätte ich das Ziel sicher nicht erreicht. Gemeinsam haben wir uns immer wieder aufgemuntert und angespornt. Ludwig – das vergesse ich dir nie und du bist zu Recht erneut Deutscher Meister in der AK 60!! Auch meine Teamcrew stand überall auf der Strecke und gerade Peitsche hat mich wie immer „gepeitscht“ und Kraft gegeben. Ece, Doc, Kerstin, Dieter, Marc, Christiane, Uli, Micha, Sabine, Günter, Christian, Linda, Christoph, Simone, Jochen, Hannes, Ekke und Martina ihr seid alle verrückt, extra nach Roth zu kommen – doch ich habe euch gebraucht und habe das Finish euch zu verdanken!!!!

ITU Triathlon Langdistanz WM, Belfort (FR) 1.Juni 2013

Einmal im Nationaltrikot starten, einmal für Deutschland dabei sein, einmal mit so vielen verschiedenen Nationen starten, einmal WM Luft schnuppern. Das Ganze dann nicht am anderen Ende der Welt, sondern „vor der Haustüre“ . Also war schnell klar bei der ITU Langdisatanz WM in Frankreich bin ich dabei. Dazu lag der Termin äußerst günstig – als Vorbereitung für Roth.

 

Naja, aber dann hat das Wetter wie bei so vielen Rennen in Europa einen großen Strich durch die Rechnung gemacht.  Statt 4km Schwimmen, 120km Radeln und 30km Laufen wurde 2 Tage vor dem Rennen auf Duathlon „umgebaut“. Somit wurden 10km gelaufen 89km geradelt und 20km gelaufen.  

 

Bereits an den Tagen vor dem Rennen war „Land unter“, die Wechselzone glich dem See, in dem wir eigentlich geschwommen wären, allerdings war dieser nur 12 Grad „warm“. Alles voller Schlamm und Matsch. Zitternde Südafrikaner, Australier und Chinesen in Winterklamotten bei der Starnummernausgabe. Wettkampfstimmung WEIT GEFEHLT. Nun, so „feucht – UNfröhlich“,  ging es dann weiter, Parkplätze wurden verzweifelt mit Kies aufgefüllt, die Wechselzone beim Check in noch nicht fertig und beim Packen der Wechselbeutel  wurde statt dem Nötigsten so ziemlich ALLES eingepackt, was der Winterkleiderschank so hergegeben hat. Noch nie habe ich Armlinge, Knielinge, Überschuhe, Jacke, Mütze UND Winterhandschuhe mit auf die Radstrecke genommen.

 

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Am Renntag selbst ging dann alles ganz schnell. Von oben kam nur Sprühregen, dicke Wolken am Berg und ja gut – Unmengen an Wasser „von unten“ J. Ab 8Uhr mussten alle in den Startboxen stehen, und wurden „wie Vieh“ im 3 Minutentackt auf die Strecke geschickt. Eine Runde Berg auf und ab, kreuz und quer durchs Naturschutzgebiet. Der erste Lauf glich insgesamt eher einem Silvesterlauf / Winterlauf so eingepackt und warm angezogen waren die Athleten. Schon witzig, dass von den Nationaltrikots nicht mehr viel zu sehen war, vor lauter Jacken Beinlingen und Westen. Dennoch war es durch die Masse an sportbegeisterter Triathleten auch etwas leichter, sich mit den widrigen Umständen zu arrangieren, denn alle wollten dabei sein, und das Beste aus den Wetterverhältnissen machen.

  

Auf der Radstrecke quälte uns alle von Anfang an kalter Gegenwind. Erneut kein Wettkampf-Feeling i Sicht. Das Rennen glich eher eine Radtouristik: so viel Triathleten mit Winterradhosen, Überschuhen, dicken Jacken usw. Ein Bild für Götter! Trotz der Kälte musste ich bei diesem Anblick auch etwas lachen. Berg auf (Grand de Ballon 1243 m) wurde mir sogar warm – aber dann kam leider, leider, leider die kälteste Abfahrt meiner Karriere. Ca 2okm ging es kontinuierlich runter. Mein ganzer Körper hat gezittert, mein Kiefer unwillkürlich geklappert und meine Arme hatten Mühe die Kontrolle über den Lenker zu behalten. Dank dickem Nebel reichte die Sichtweite nur knapp 10m und man hatte keinen blassen Schimmer, wann die nächste Kurve kommt. Leider sind auch einige Athleten im Graben gelandet und so wurde ich zumindest noch vorsichtiger. Es waren einige Sanitäter im Einsatz um erste Hilfe zu leisten. „Safety first“ war meine Devise, das Rennen irgendwie und vor allem GESUND überstehen.

 

Endlich in der zweiten Wechselzone warteten die nächsten 20km laufen auf mich. Zumindest hatte ich die Hoffnung, dabei wieder „warm“ zu werden. Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass das ganz schön dauern kann. Ab km 8 etwa habe ich meine Beine wieder gespürt, und konnte so zumindest die letzten 12km noch das Rennen genießen. Ja genießen, denn es war wirklich eine ganz besondere Stimmung. Die vielen Nationaltrikots, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Nationen, die vielen verschiedenen Starter die man durch die Kleidung zuordnen konnte. Das hat schon was. Die paar Zuschauer vor Ort haben auch nicht nur „ihren“ Athleten angefeuert, sondern eben alle Landesmänner, und das hat unglaublich Kraft gegeben.

 

Dabei sein ist manchmal eben doch alles. Die „vernünftige Karin“ hat diesmal das Rennen geführt und entsprechend die Radbremse gezogen, aber dafür bin ich unfallfrei durchgekommen.

Mit Platz 1o in der AK bin ich bei der ersten WM Teilnahme ganz zufrieden. Bei den Wetterverhältnissen ist jeder Finisher ein Sieger. Ich hoffe allerdings, dass es in Roth für mehr reicht, vor allem BESSERES WETTER ist und es die original-Rennstreckenlänge gibt.

 

Mein Dank gilt diesmal Peter unserem DTU Langdistanz Team-Chef, der sich super um uns gekümmert hat und sich wie wir alle, die Laune vom Wetter nicht verderben ließ. 2014 fliege ich wohl nicht nach China, aber ein Start in dem Nationaltrikot bei dem ursprünglichen ITU Langstreckenformat muss noch nachgeholt werden!! Das steht fest.

Die Wechselzone unter Wasser

Kurz nach der „Orientierungslosigkeit“ beim Fulda Triathlon am 05.05., hatte ich bereits am 08.05.beim Seba-Med-Mailauf die Chance, den „Patzer“ wieder gut zu machen.

Zum Glück gelang mir das auch. Zwar ist die Zeit über 5km nun wirklich nicht nennenswert aber wenigstes bin ich auch ohne Umwege auch wirklich nur 5km gelaufen. Die Beine haben sich gut erholt vom Wettkampf in Fulda, aber die Atemhilfsmuskulatur  und die „Pumpe“ waren noch etwas müde. So quälte mich bereits ab km 2 fieses Seitenstechen und ich musste mit dem Tempo runter gehen. Dennoch war diesmal das Treppchen in Sicht und dank der netten Sprecher auf der Strecke, wurde mir sowohl die derzeitige Platzierung SOWIE die letze Runde angesagt. SUPER, warum ist das nicht immer so? J

 

So kam ich nicht so schnell wie geplant aber immerhin als 2te gesamt ins Ziel. Altersklasse HK Platz 1. Na endlich J geht doch noch.

 

Und Ece? Die war natürlich auch dabei und sehr glücklich darüber,  dass ich vor ihr im Ziel war damit sie diesmal nicht noch ´ne Runde extra laufen musste ;)

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Von mir aus kann´s so weitergehenJ

Wenn ich auf die Saison 2012 zurückblicke freue ich mich vor Allem über drei Dinge: Gesundheit, Verletzungsfreiheit und neue Bestzeit.

 

Nach dem ich 2011 einige Rückschläge einstecken musste, freut es mich besonders, dass es dieses Jahr wieder aufwärts ging.

 

Mein Ziel war es für 2012 etwas weniger Wettkämpfe zu machen, mehr Ruhe in das Training zu bringen, und mit dem neuen Trainer neue Wege zu gehen. Der Plan funktionierte von Anfang an. Ich fühlte mich gut, Training lief super und mit dem neuen Team machte alles doppelt so viel Spass. Entprechend ungünstig war es dann, dass ich direkt beim ersten Ironman ausgeschieden bin. Am Tag zuvor hatte ich mir einen Magen - Darm Infekt eingezogen und hätte besser garnicht erst starten sollen. Aus Fehlern lernt man.

Zeitungsbericht über meinen IRONMAN in KALMAR

In der aktuellen Ausgabe der Sportzeitschrift CONDITION ist ein Beitrag über meinen IRONMAN KALMAR vom 18.08.2012 erschienen. 

 

Hier könnt ihr den Beitrag herunterladen:

CONDITION 04/2013

Am vergangenen Sonntag, 05.05.2013 fand der 4. Barockstadt Fulda-Triathlon statt. ein Willkommener erster kurzer Vorbereitungs-Wettkampf,  da ich mich den Rest der Saison auf die langen Strecken konzentrieren werde.

 

Konzentration ist genau das Richtige Stichwort. Daran hat es gestern wohl etwas gefehlt J aber dazu später mehr.

 

Um 5 Uhr morgens aufzustehen um zu einer Olympischen Distanz nach Fulda zu fahren ist erst einmal hart, aber die Reise hat sich gelohnt. durch Nebelschwaden haben wir uns zu Dritt (Christoph, Ece und ich) auf die Reise gemacht. Gestärkt durch die gemeinsame Pasta-Party am Vorabend und diversen belegten Brötchen als Reiseproviant sollte uns zumindest die Kraft an diesem Tag nicht ausgehen.

 

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Dank der wunderbaren Teamkollegen, Komilitonen und Freunden habe ich den Kopf nicht allzu lange hängen lassen und mich auf die Vorbetreitung für den Ironman in Kalmar konzentriert. Dort wurde ich überraschend 11. Frau und landete mit neuer Bestzeit überglückich endlich wieder hinter der Ziellinie. Dank Xenofit durfte ich etwas später dann am Dresden Marathon teilnehmen und erlebte dort einen wunderbar sonningen Saisonabschluss. 

 

Jetzt freue ich mich auf die etwas ruhigere Winterzeit, alternative Sportarten, viele Team-Events, Spass an der Bewegung und natürlich auf die Saison 2013 :)

Vor Ort ging alles Reibungslos, bis 9 Uhr muss alles „eingecheckt“ sein, 9:30 der Startschuss für die Volksdistanz.

 

Christoph, Ece und ich starteten auf der Olympischen Distanz über 1.5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. Meine liebe Ece fieberte tapfer ihrer ersten Kurzdistanz entgegen (siehe Bild). Zum Glück war der Zeitplan so straff, dass wir bis zum Start um 9:35 überhaupt keine Zeit hatten „nervös“ zu werden. Und Peng gings auch schon los.  Fast gemeinsam beendeten wir nach etwas mehr als 26 Minuten die erste Disziplin und trafen uns in der Wechselzone wieder. Das war nicht die Zeit die ich schwimmen wollte, aber ich wusste ich kam als dritte aus dem Wasser, also waren die anderen auch nicht sooo schnell heute. Schnell auf´s Rad und zusehen, dass ich die Lücke nach Vorne schließen kann. Christoph rief mir noch zu, dass ich auf die 2te nur 1,,5 Minuten etwa gut machen muss. Mit allem was die Beine hergaben, und der Scheibe vom „powerwolf“ unter dem Hintern fegte ich über die Radstrecke. 1ste Runde lief super, guter Druck, tolle Beine – geniale Strecke. Flach bis wellig, kaum Kurven, genau das Richtige um Gas zu geben. Leider war die Ausschilderung auf der Radstrecke derart Missverständlich, dass ich aussichtsreich  an dritter Stelle liegend bereits nach der ersten von drei zu fahrenden Runden Richtung Ziel abbog. (Auf dem Schild zeigen alle Pfeile nach RECHTS auch die für die 2te und 3te Runde!!) also landete ich  2km später  im Ziel und NICHT auf der 2ten Runde. Dort wurde wurde ich von den Helfern zurück auf die Strecke geschickt, was einen Umweg von mehr als 4km  bedeutete. Mit Wut im Bauch und auch einem Lachen über meine eigene „Schusseligkeit“ machte sie sich auf die Verfolgung, doch für einen Platz auf dem Podest reichte es jetzt vermutlich nicht mehr. Ich hatte ja komplett die Orientierung verloren und wusste nicht genau wieviel Zeit mich der Umweg gekostet hat und an welcher Stelle ich mich wieder „einfedelte“. Im Nachhinein ausgerechnet an der Durchschnittsgeschwindigkeit hat mich der Irrweg über 7 Minuten gekostet. AUA!! So wurde ich wurde in 2:27:57 Gesamt-Siebte und zweite in der Altersklasse TW 25. Beim nächsten Wettkampf lese ich mir auf der Fahrt nochmal die Ausschreibung durch, statt Literatur für die bevorstehende Examensprüfung. Aber das ist genau die Aufgabe für diese Saison. Uni-Abschluss, Job und Sport VERNÜNFTIG unter einen Hut zu bekommen.  Ece , mein Schnelles Pferdchen,  war nach ihrem Zieleinlauf in 2:24:09 Stunden  über meine „Abwesenheit“ im Ziel so verunsichert, dass sie zusätzlich zu den bereits vier absolvierten Laufrunden nochmal auf die Strecke ging. „Ich dachte das kann nicht sein, dass ich vor Karin im Ziel bin und ich sei zu kurz gelaufen“, erklärte sie ihre Zusatzschleife durch Fuldas Innenstadt. Sie wurde Gesamt-Fünfte und gewann ihre AK TW 35.

 

Da treffen ja die Richtigen aufeinander, die eine Verfährt sich die andere rennt statt 10km 12,5km. Zum Glück lief Lara nach 10km schon zum ersten mal durchs Ziel, sodass sie eine Top Platzierung, eine schnelle erste Zeit auf der Olympischen Distanz und eine Tolle Prämiere feiern konnte. durch die  gemeinsamen „Verwirrung“ auf der Strecke konnten wir es beide mit Humor nehmen und werden uns beim nächsten Rennen besser orientiere und konzentrieren ;)

 

Christoph, der sonst eigentlich für „kleine Fehler“ sorgt meisterte es am Besten von uns. Er startete ebenfalls auf der Olympischen Distanz. Nach einer Schwimmleistung von 25:48 Minuten fuhr er die drittschnellste Radzeit (0:59:01 Stunden). Mit der schnellsten Laufzeit des Tages in 35:16 Minuten rannte er auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Dazu gewann er seine Altersklasse TM 30. „Ich bin sehr zufrieden und auch überrascht über das Ergebnis. Damit war nicht zu rechnen.“ Naja, damit hat ER wohl nicht gerechnt. Nicht umsonst ist er im Team unser „Speedy“ und ich freue mich, dass es bei ihm alles so perfekt geklappt hat. Da sein Start erst um 12.50 war, hatte er noch ein kurzes Nickerchen im Auto machen können – vielleicht ist es einfach besser „ausgeruht“ an den Start zu gehen.

 

Fazit: lustige Geschichte, toller Tag und beim nächsten mal läufts wieder.

 

 

Fotos findet ihre hier.

Bevor wir den Blick auf Schweden richten,  gilt es, ein paar Tage, Monate, leider Jahre zurück zu blicken um verstehen zu können, wie viel mir dieser 18.08.2012 bedeutet.

 

Nach meiner letzten Langdistanz in Almere 2010 spurtete ich Überglückich mit 10:32:40 als Gesamt vierte Frau ins Ziel und war überwältigt vor Glück. Don nur einen Tag später überdeckten die starken Schmerzen im Fuß meine Freude. Laufen ging nicht und irgendwie wollte es auch ohne Belastung nicht mehr besser werden. Als ich dann nach zwei Wochen doch zum Arzt ging (damit ich vor dem Urlaub Gewissheit habe) kam die herbe Diagnose. Der Mittelfuß war gebrochen, ich brauchte einen Gips und Radeln und Laufen war für mindestens 6 Wochen nicht drin. Das war der Beginn einer langen, langen, langen Geduldsprobe, auf die ich gestellt wurde. Den Schwedenurlaub erlebte ich dann „auf Krücken“. Bis ich wieder richtig laufen konnte vergingen 6 Monate. Und dann hatte ich immer den nächsten Ironman in Regensburg- meiner Heimat, im Kopf. Christoph und ich wollten so gerne dabei sein. Aber das Jahr hatte andere Pläne. Falsche Herzdiagnosen, diverse Infekte und Krankenhausaufenthalte.  Vier Wochen vor dem Ironman war klar – Christoph würde alleine starten. Aber wenigstens einen Marathon wollte ich noch laufen. Doch dank der gefühlt 100sten Verletzung in diesem Jahr wurde auch daraus nichts.

 

 

Schon seit längerer Zeit wollten Karin und ich meinen Onkel in Dresden besuchen. Erstens ist Dresden mindestens eine Reise wert, zweitens ist Prag nicht weit und Karin möchte sich als große Franz Kafka Verehrerin unbedingt einmal sein Grab in Prag ansehen und ganz zufällig fand Ende Oktober auch noch der Dresden Marathon statt. Es bot sich also an, die Stadt zu Fuß zu erkunden :-)

 

Leider stellte sich heraus, dass mein Onkel ausgerechnet an diesem Wochenende zu einem großen Familientreffen im Pfälzer Wald weilte. Doch Tochter Gesa empfing uns Freitagnacht und wir krabbelten ohne Umwege müde ins Bett. Am Samstag holten wir die Startunterlagen ab und bummelten über die Marathonmesse. Anschließend statteten wir der Frauenkirche und den anderen imposanten Sehenswürdigkeiten rund um den Theaterplatz einen Besuch ab, bevor wir über die Elbe in die Neustadt schlenderten und uns die Pfundsche Molkerei ansahen. Da uns am nächsten Tag ein längerer „Spaziergang“  erwartete beließen wir es beim Touri-Sparprogramm. Wir kommen wieder und bringen mehr Zeit mit und werden dann auch die Umgebung (Elbsandsteingebirge und Prag) anschauen, denn es lohnt sich wirklich.

Am 17. November 2012 fand der zweite Lauf, und insgesamt 3 Läufen der Lindensee Laufserie in Rüsselsheim statt. 15km galt es zu bewältigen. Für den ein oder anderen Iron(wo)man, der/die sich bereits in den Winterschlaf verabschiedet hatte, ein Grund wieder wach zu werden.

 

Live dabei Pia, die nach dem Gastauftritt als Staffelläuferin beim Bad Sobernheim Triathlon "Wettkampfluft" geschnuppert hat. Für Pia waren es die ersten 15km, die sie jemals in ihrem Leben gelaufen ist und dafür hat sie sich in 1:26:50 Std auch hervorragend geschlagen. 

Überraschend haben wir auch Klaus getroffen, unser frischgebackener Marathoni war hoch motiviert vor Ort. Sein Motto "die Restform ausnutzen" hat er ohne Zweifel umgesetzt und ist bereits nach 1:03:44 über die Ziellinie gerast.

Christophs einziges Ziel war mich zu begleiten :) (Winterschlaf!) und ich wollte seit 2009 einfach mal wieder die ganze Laufserie mitmachen.nach 1:08:14 hab ich es dann auch geschafft, ui ui ui.. das klingt doch auch nach Witerpause:). Immerhin hat es für Platz 1 in der Hauptklasse gereicht ;) Spass stand auch diesmal ganz oben, und bei Kaffee und Kuchen waren alle Schweißperlen längst vergessen.

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Sprintdistanz in Bad Sobernheim

Drei Wochen nach einem Ironman befindet sich der Körper am Leistungstiefpunkt. Was macht man da? Einen Sprintriathlon! Genau. Wir fuhren zum Saisonabschluß nach Bad Sobernheim. Ein netter, familiärer Triathlon für Jedermann und Jedefrau. Daher sieht man auch viele City-, Trekking- und sonstige Alltagsräder in der Wechselzone. Aber natürlich auch das krasse Gegenteil, Zeitfahrmaschinen erster Klasse und Besitzer mit ent- sprechendem Equipment inklusive aerodynamischer Kopfbedeckung und Scheibenrad.

 

Vom Team waren neben mir, Christoph, Achim und René als Einzelstarter und Laura mit Sören in einer Staffel am Start. Laura übernahm den Schwimmpart und Sören die Radein- heit. Pia lief als Gaststarterin für die „Donner Buddy`s“.

 

Es roch alles sehr nach Veränderung, Jobwechsel, sportliche Umorientierung ins Triathlon-Team Rhein-Nahe und auch bei Christoph standen einige Bewerbungen an…

 

2012 lief es dann endlich wieder. Die Erkältung entpuppte sich bald als Allergie, das Trainingslager lief gut, die ersten Wettkämpfe auch. Dank der besten Physiotherapeuten der Welt KEINE VERLETZUNGEN usw. Grünes Licht auf allen Ebenen. Gefühlt fit wie nie freute ich mich so sehr darauf, die Rechnung mit dem Ironman in Regensburg zu begleichen. Das neue Team war nicht nur in Gedanken sondern zum Teil  auch  live dabei (DANKE! Laura, Katja und Markus). Und auch die treuen Begleiter aus Mainz (DANKE! Christian und Linda) wollten mich mit allen Kräften unterstützen. Bis 21 Uhr am Vorabend des Rennens lief alles besser als gedacht. Doch dann hatte auch diesmal irgendjemand neue Pläne für mich. Statt Schlaf zu finden, verbrachte ich die Nacht von 22 Uhr bis 2 Uhr mit massivem Brechdurchfall auf dem Klo und wusste eigentlich schon: das wars. Nach zwei Stunden Schlaf wollte ich es aber wenigstens versuchen, nachdem ich im letzten Jahr schon nicht starten konnte. Leider endete dieses Rennen mit meinem ersten „did not finish“ und das hat mich mehr Körner gekostet als ein schlechtes Ergebnis. Nicht ins Ziel zu kommen – aufgeben müssen – Neuland für mich, das sich alles andere als gut anfühlt. Wäre das Team nicht gewesen, die kleine Laura, Katja und Markus und natürlich mein Freund Christoph, hätte ich das Training für den großen Tag in Kalmar nicht mehr aufgenommen. Ich war leer und unmotiviert und vor allem zweifelte ich an mir selbst, ob der Sport wirklich das Richtige für mich ist.

 

Aber alle, alle, alle, auch mein Physios, Ludwig, Christophs Familie, Freunde, Kommilitonen und Wegbegleiter motivierten und drängten mich weiterzumachen.

 

 

Dann war auch schon Sonntagmorgen und bereits wenige hundert Meter nach dem Startschuss erwartete uns die erste von insgesamt sechs Überquerungen der Elbe. Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Laufwetter liefen wir über die Marienbrücke ans andere Ufer und direkt über die Augustusbrücke wieder zum Theaterplatz, so dass wir bei Kilometer drei bereits jede Menge Kopfsteinpflaster und Ausblicke auf die eindrucksvolle Kulisse rund um die Frauenkirche genossen hatten. Wir liefen den angepeilten Schnitt von 4:45min/km doch Karin hatte schon nach zehn Kilometern die Lust am Marathonlaufen verloren. Sie hatte von Beginn an Magenprobleme, obwohl es „ihre“ Xenofit-Verpflegung gab. Und es macht eben doch einen großen Unterschied, einen Marathon in einem Langdistanztriathlon oder „solo“ zu laufen. Ich bin ja schon lange zu der Ansicht gekommen, ich sei noch zu jung für einen Marathon J. Die Laufstrecke in Dresden ist nicht leicht. Immer wieder gibt es längere Passagen mit Steigungen unter Unterführungen hindurch und dann sind da eben noch die Brücken. Nach 18 Kilometern liefen wir über die Carolabrücke an der Staatskanzlei vorbei und kurz darauf zum zweiten Mal über die Augustusbrücke. Nun war Halbzeit und die Halbmarathonis verabschiedeten sich in Richtung Ziel. Wir dagegen bogen auf die zweite Runde ab. 21 Kilometer und drei Brücken später hatten wir es dann auch geschafft und liefen nach 3:24 Stunden über die Ziellinie. 

 

 

Fazit: 1. Eine spezifische Vorbereitung macht Sinn. 2. Wer Bestzeit laufen möchte sollte sich nicht Dresden aussuchen. 3. Abgesehen von dem Abschnitt Theaterplatz ist die Strecke nicht schöner/ weniger schön als Frankfurt, Mainz oder jwd. 4. Die Stadt an sich ist ein MUSS!       

 

 

 

Im Januar folgt dann der letzte Lauf (20.01.2013). Vielleicht klappt es ja bereits mit der Marathonstaffel (13.01.2012) die erste TTRN Teamwertung in Angriff zu nehmen.

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In Christophs Windschatten bin ich die ersten Kilometer geradelt. An Annikas Radseite die nächsten 32 Kilometer gelaufen. Und geschwommen so gut es ging um mich von den Zweifeln abzulenken und herauszufinden, was in mir steckt und ob ich noch weiß wie man einen Ironman angeht. Der Wunsch endlich einen Ironman-Pokal zu erringen, aufs Treppchen zu kommen, eine neue Bestzeit... alles war mir irgendwann so wichtig geworden und jetzt wollte ich nur noch „ins Ziel“. Finishen in Kalmar, mit Christoph den Traum wahr werden lassen, den wir seit fünf Jahren hatten. Eine Langdistanz im geliebten Schweden. Ja das motivierte mich. Ich wollte dort ins Ziel, egal wie, egal als wievielte, mit welcher Zeit oder Platzierung. Am Ende wollte ich einfach nur sagen – ich war dabei und ich kam ins Ziel.

 

Und dann trennten uns plötzlich nur noch wenige Tage vom großen Ereignis. in Schweden angekommen roch es überall nach Ironman. Christophs Familie war unglaublich darum bemüht, dass es uns gut geht und wir uns bloß nicht mehr verausgaben vor dem Wettkampf. So entschied ich nach ein paar tiefen Atemzügen schwedischer Luft „Ah, das wird ein Wellness-Ironman“.  Wie konnten wir nur so dumm sein und hier im geliebten ruhigen Schweden einen Wettkampf melden? Das passt nun gar nicht. Aber die Familie war so „heiß“ auf das Rennen und sie waren so stolz dabei sein zu dürfen, dass Christoph und ich nun wirklich keinen Rückzieher machen konnten.

 

Die letzten Zweifel ereilten mich dann am 18.08.2012 um 4 Uhr: Aufstehen – heute ist euer IRONMAN SCHWEDEN. „Ich habe Angst dass wieder was schiefgeht“, sagte ich zu Christoph und er antwortete in seiner liebevollen Art „Warum denn, du bist fit wie nie, hast gut trainiert, obendrein viel Erfahrung und heute ist DEIN Tag“.  Ab dann war alles wie immer, locker einlaufen, rein in den Neo und „auf los geht’s los“.

 

Da es die 25 Meterbahn im Schwimmbad nicht anders zuläßt gibt es ehr viele Startgruppen. Dadurch zieht sich die Veranstaltung leider arg in die Länge. Karin startete in einem der ersten Startblöcke und hatte so volle Unterstützung durch das Team. Frenetisch angefeuert lief sie als erste ihrer Startgruppe ins Ziel und musste nun abwarten, ob eine später gestartete Dame schneller sein würde. Schlußendlich wurde sie sehr gute Zweite. Achim, René und Christoph hatten auch viel Spaß bei herrlichem Sonnenschein und nahezu spätsommerliche Hitze von um die 30 Grad. Und auch die Staffel schlug sich wacker und startete trotz zweier Damen in der Herrenwertung. Hut ab!


Bei der Siegerehrung herrschte dann kurzzeitig Verwirrung. René hatte laut Ergebnisliste gewonnen, doch seine fantastische Endzeit sorgte für Stirnrunzeln. Und er selbst war bereits nach Hause unterwegs. Ein Anruf bei ihm und die Auswertung der Kontrollpunkt-Liste sorgte für Aufklärung. Irgendwie hatte er das mit den Wendepunkten auf der Radstrecke falsch verstanden. So musste er leider disqualifiziert werden. Dadurch rückte Christoph auf Gesamtplatz zwei vor. Nur geschlagen von Christian Weinand, einem 2. Bundesliga-Athlet aus Montabaur.


Alles in Allem ist Bad Sobernheim immer wieder eine schöne Veranstaltung mit meist tollem Wetter und einem großen und sehr günstigen Kuchenbuffet. Bestens geeignet für den Saisonabschluss.

Das Schwimmen wollte ich schnell absolvieren, mich aber nicht völlig leer pumpen. Der Kurs war genial und ich hatte nach der ersten Runde eine gute Linie gefunden. Genial unter den Brücken durchzuschwimmen, angefeuert zu werden und Motivation mit auf die zweite Runde zu nehmen. Und dann galt es auch schon durch die Schlingpflanzen Richtung erste Wechselzone abzubiegen. Meine Uhr zeigte 1:04:00 und damit war ich super zufrieden. So flink wie möglich wechselte ich aufs Rad und wurde vom Sprecher auf die Strecke geschickt. Wie nett mein Name auf Schwedisch klingt: „Koriin“ aus Germany „on the bike course now“. „Mal sehen wie lange Christoph braucht mich einzuholen“, dachte ich und dann kam er auch schon. Nach etwa 20 Kilometern konnten wir kurz sprechen und offensichtlich ging es uns beiden sehr gut. Die Schweden haben es mir aber auch leicht gemacht. Bereits auf der Öland-Brücke säumten kleine Boote die Brückenpfeiler und jubelten uns zu. Ganz Öland legte ein „Frühstück im Grünen“ ein und jeder Hof hatte eine Fahne, ein Plakat oder sonstiges vorbereitet um die Athleten zu begrüßen. Ich kannte die Insel vom Urlaub und hatte sie in sehr guter Erinnerung, aber so herzlich, lebendig und mit fiebernd hätte ich sie mir nicht erträumen lassen. Zurück auf dem Festland lief es dann zeitweise nicht mehr so gut. Ich hatte Schwierigkeiten Kraft aufs Pedal zu bekommen. Der Asphalt wurde rauer und die wellige Strecke machte mir zu schaffen. Erneut kam mir Christoph entgegen und schrie nur „du bist doch verrückt“. Naja das motivierte mich schon, aber es lief einfach und ich hatte Spaß. Als ich dann nach 5:08 Stunden mein Fahrrad abstellte und die Wechselzone gähnend leer war fand ich das alles schon etwas komisch. Mann, niemals hätte ich gedacht dass ich mal sooo radeln könnte. „Hoffentlich kann ich noch laufen“, schoss es mir durch den Kopf, „nicht dass ich`s verzockt habe“. Die ersten 15 Kilometer liefen super. Mit meinem angestrebten Split zwischen 5:05 und 5:10 Minuten pro Kilometer war ich voll im Soll und die Beine signalisierten „weiter so uns geht’s prima“. Doch dann versagte das GPS von Polar und was blieb war mein Bauchgefühl um  den Marathon ins Ziel zu bringen. Ein richtiger Einbruch kam nicht, aber zwischendurch, von Kilometer 18 bis 26 war es schon sehr zäh. Noch eine Runde – das gibt’s doch nicht. Naja, jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen und am großen Ziel festhalten. Lauf weiter- egal wie, und hol dir deine Medaille aus Kalmar. Das dachte ich nicht nur einmal. Zu wissen wo Christophs Familie auf uns wartete gab soo viel Kraft. Etwas enttäuscht, dass ich die Geschwindigkeit nicht kontrollieren konnte aber glücklich, dass ich überhaupt laufen konnte lief ich weiter und weiter  - Cola, Wasser, Gel. Und wieder Cola, Wasser, Gel – irgendwie kommst du ins Ziel. Endlich bei Kilometer 40 begriff ich langsam, dass ich es schaffen konnte… die Uhr zeigte eine Fabelzeit um die 10:01 Stunden und ich wusste „Wow – so schnell war ich noch nie“. Und los ging es Richtung  Finishline. Gefühlt hat das noch 15 Minuten gedauert, aber die enthusiastischen Zuschauer haben mich wohl in Richtung Ziel getragen. Noch schnell die Bayernfahne von Thomas ergriffen, jubelnd und schreiend in die Zielgerade abgebogen zeigte meine Uhr eine Endzeit von 10:06:58 Stunden an. Vor Freude und Erschöpfung sank ich erst mal zu Boden und heulte wie ein Schlosshund. Da war auch schon Christoph und strahlte mich an. „Wir haben es geschafft und schau mal wie schnell noch dazu“. „Mir ist alles egal, ich will meine Medaille – bitte“, war alles was ich sagen konnte und wollte und schleppte mich zu den Helferinnen mit den Medaillen. Dann folgte eine gaaaanz feste Umarmung von Christoph. Dank des Presseausweises war auch schnell klar, dass ich Gesamt-Elfte Frau wurde, drittbeste Deutsche und Dritte in der AK 25-29. „Morgen holst du dir deinen Pokal ab“, meinte Christoph und endlich begriff ich was passiert war.

 

Wenn Träume wahr werden  - das bedeutet für mich, den langen Traum vom Start in Kalmar wahr gemacht zu haben. Hier im Land meiner Träume einen Pokal zu holen und meine lange sportliche Durststrecke mit einer neuen persönlichen Bestzeit zu  beenden. 28 Minuten schneller als vor zwei Jahren – was will man mehr??

 

Ich bin glücklich, überglücklich, habe Frieden mit den fehlenden Kilometerangaben in Kalmar geschlossen und danke allen, die mich auf diesem langen  Weg so treu begleitet haben. Endlich können wir gemeinsam feiern – wurde ja auch Zeit :-). Wie sagte der tolle Sprecher bei der Siegerehrung: „There is a bar over there and a bar over there“. 

 

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